EnklvrÄlMZ des Menschen. ZL
de» Lebens? Ist seine Lebenskraft, so wie er dasLicht der Sonne zum ersten Mahle erblickt, sogleichin voller Thätigkeit? Das Spiel aller seiner Mus-keln so bewunderungswürdig? Sein Vorzug vorallen organiürten Körpern so entschieden? DasBürgerrecht in zwey Welten, in einer sinnlichenund einer geistigen, so einleuchtend? Oder enkwi,ckelt, reift, vcrvvllkommt sich alles erst allmählich ?Und welche Perioden muß dieser Körper durchlau-fen? Über diese wichtigen Frage» wünschten mirfttzt unsre Leser zu unterhalten.
Aber hier müßen wir einen Blick in die hei-ligste, geheimste Werkstätte der bildenden Natur-werfen. Welche Ehrfurcht,welche Rührung mußuns nicht erfüllen, wenn wir Zurück denken, wasunser Körper einst war, und was er durch allmähli-che Entwicklung und Reift gcw"rden ist. So fastunsichtbar (lab. I. i.) in einem mit merkwürdi-gen Flocken umgcbnen Tye, mit so wenig Spurenvon menschlicher Gestalt und Form, lagen wir 14Tage alt, ohne Gefühl und Bewußtseyn im Leibeunsrer Mutter verborgen, und tausend geheimeLebenskräfte wirkten schon auf unser Wachsthum.Da glichen alle, die je geboren wurden, einemkleinen, blutlosen, weißen Würmchen, bey dessen
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