Abweichungetz der Natur. 71
wcichungen von der gewöhnlichen Form seyn zumTheil Versuche der Natur, neue Arten hervorzu-bringen? Wir wagen es nicht, darüber zn ent-scheiden. Wahr ists: manche Thierarten, vondenen wir jetzt zum Theil nur noch Trümmer inAersteiiicrungen antreffen, ohne daß eine Spurvon einer Nachricht vorhanden ist, daß je einMensch ste lebend gesehen hätte, wie das beymMammouth Thiere, den Belemniten und Amrnons-Hörnern der Fall ist, scheinen ganz untergegangenzu seyn; dagegen aber sind uns jetzt gewisse le-bende Thiere bekannt, von denen ältere Nachrich-ten ganz schweigen. Dieß könnte fast aufseyGedanken bringen : die Natur liebe die Abwechs-lung ; sie lasse Thiergcschlechter aufhören Und neueentstehen, und sie gelange zu diesem Zwecke, in-dem sie sich nach und nach von den Urformen enk--ferne und Abweichungen bilde, die wir Monstrosi-täten nennen, So wäre selbst das Unvollkommneein Zeuge-des rastlosen Strcbcns der bildendenKraft, durch wunderbar einfache Mittel Neues zuschaffen. So erhaben diese Ansicht einer an'sichzurück schreckenden Sache auch im Ganzen ist, somöchte sie doch nicht auf alle monströsen Erschei-nungen in der Menschenwelt hassen. Sie sind