Beinhaut. i6z
mit dem Alter nach den Gesetzen der Natur. Ge-nau an die Knochen schließt sich dieBcinhaut (ke-riosteum). Auf den Knorpeln heißt sie xerchclionckrium , auf der Hirnschale perlcranium,vnd innerhalb derselben harte Hirnhaut (6uramster). Die Beinhaut besteht aus einer sehrgefäßreichen Haut, die aus festem Zellgewebe zu-sammen gesetzt ist. Keine Stelle des ganzen mensch-lichen Knochengebaudes ist, die sie nicht umgäbe,und da sie an Einem fort auch über die Gelenk-kapseln weg »ach den folgenden Knochen hinläuft,oder sich in die Gelenkbänder hinein erstreckt, so bil-det sie eine zusammenhängende Membrane, die dasganze Ekelet überzieht. Nur die Kronen der Zäh-ne machen ganz alleindavon eine Ausnahme, daßsie keine Beinhaut haben. Eine zahllose Mengevon Blutgefäßen läuft durch sie hin. Diese sinddesto zahlreicher, je jünger der MenG ist. Mitzunehmenden Jahren verlieren sie sich nach undNach; sie verwachsen und die Beinhaut bekommtein sehniges Ansehen. Die Arterien oder zufüh-renden Blutgefäße gehen aus der Beinhaut in dieSubstanz des Knochens, die Venen oder zurück-führenden Adern laufen neben iynen zurück; unddarum mußte die Beinhaut so genau anliegeir.
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