Band 
[Erster Theil.]
Seite
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ilNd in welchen beständig lebendiges Wasser in einer sol-chen Fülle / und mit einem so starken Falle stießt, daßnian in der Nacht wie das Rauschen von Bächen bort.Diese Canäle sind nicht nur bey einem entstehenden Brandevon dem grasten Nutzen, sondern sie führen auch alle flüs-sige Unreinigkeiten in die Aar hinab. Damit dieses destogewisser geschehe, haben die beyden Hälften der Strassen,welche durch die Canäle von einander getrennt werden,einen sanften Abhang gegen die letzter». In Bern ist manalso sicbcrAaß man in den Hauptstraßen nicht durch stin-kende Gassen beleidigt werde, die den Aufenthalt in denmeisten grossen Städten, besonders in der heissen IahrS--zeit, so ungesund, und das Geben durch die Strassen fürempfindliche Personen so eekelhaft und unleidlich machen.Alle Hauptstrassen werden die Woche über ein oder mchr-malen von den sogenannten Schellenwerkern, oder denGefangenen beyderley Geschlechts gesäubert, die um ih-rer Thaten willen entweder auf ewig, oder nur aus ge-wisse Jahre, zu öffentlichen Arbeiten verdammt sind.Diese Verbrecher räumen im Winter den beschwerlichenSchnee und Koth, und im Sommer den noch beschwe»lichcrn Staub weg, und begieffen und besprengen zu-weilen nicht nur die Strassen, sondern auch die bedek-ten Gänge an beyden Seiten der Häuser. Diese Polizey-Anstalt ist um desto nützlicher und vortrefflicher, da Bern ganz aus weißgrauen Steinen erbaut ist, und also nacheiner langen Dürre einen unerträglichen, und der Gesund-heit gewiß nachteiligen Grad der Hitze erhalten würde,