Helvetien die reichste, weil sie bisher noch cingeschräntte(mäßige) Ausgaben gehabt hat'). Das Volk ist reich,theils wirklich, wegen den Manufakturen der Leinwand»der gemahlten baumwollenen Tücher, der Ausführe derKäse (die in sehr hohem Preise stehen) und des VieheS.Die Stadt ist ziemlich reich, weil alle Jahre die Aemterin die Patrizischen Familien bey zweymal hundert tau-send Thaler werfen. Aller dieser Reichthum ist abermittelmäßig, und eher ein Wohlstand. „ (Göttingcr gel.Zeitungen 177-. Seite-7;.)
Gesellschaftliches Leben, und Ver-gnügungsarten.
Der gesellschaftliche Umgang in Bern ist sehr ange-nehm , und Fremde werden mit ungezwungener Höflich-keit aufgenommen. Die Männer haben ihre Lotterien,wie die Frauenzimmer. Die grossen Assemblern vonDamen und Herrn fangen um vier oder fünf Uhr Nach-mittags an, und dauern bis ungefähr halb neun Uhr,wo jede Parthie sich wieder nach Hause begicbt. Die
') Die letztem Jahre her hat der hohe Stand schon be-trächtlichere Ausgaben gehabt, und nur an Fruchtan-kauf, damit der Preis nicht zu übermäßig steige,viele hundert tausend Franken dem Vaterland hingege-ben , indem der Preis um ein beträchtliches geringererlassen worden als der Ankauf war.
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