Fahrwegen angebracht haben. Aber diese vortrefflichenStrassen würden bald wieder in ihr Nichts zurückfallen,wenn wir nicht beständig Leute besoldeten, die alles an-wenden müssen, im Jahr zu allen Zeiten den Verschwem-rnungen vorzubauen, und den AuShölungen neuen Grandzuzuführen. —
Noch immer werden in den meisten Gegenden dieStrassen verbessert, und in gutem Stande unterhalten.2» tiefsten Gründen wird gepflastert, und dann einigeFuß hoch Grand oder Gries aufgefahren; auf beydenSeiten werden kleine Graben angelegt, und sobald dieMitte flach wird, schaufelt man den Grand von den Sei-ten wieder dahin. Die Natur kommt dieser nützlichenEinrichtung dadurch sehr zu Hülfe, daß sie in den mei-sten Gegenden einen festen steinigten Boden, und dabeyeine Menge von Gries liefert, den man bis nach Genf hinauf, und fast die ganze Schweiz hindurch, häufig fin-det. Nur das Abbröckeln der nahen Felswände, und LasHerunterstürzen ganzer Sreinmassen, verdirbt nicht sel-ten die Wege. Man hat indessen nicht bloß die Kostender Arbeit angewendet, sondern auch oft ganze Accker,Weinberge und Wiesen angekauft, um die Wege so zuleiten, wo sie am bequemsten und sichersten werden konn-ten. Zur Erhaltung der Strassen sind einige nützlicheVerordnungen gemacht. So ist z. B. den Fuhrleutennicht erlaubt, auf einen Wagen mehr als vierzig Cent-ner zu laden, damit die Strasse nicht zu sehr cingeschnit-ten werde. In^ der Absicht hat man an verschiedenen