hundert Schritt breites Thal hcrabgcsenkt, der zwischenden grünen Bergen unzählige blaulichre Eisberge vor-stellt/ und von Fremden am meisten besuchet wird, weitman zu demselben ohne Gefahr und ohne große Beschwer-den reisen kann. Das Pfarrhaus steht gerade gegen demGletscher über, unrcr welchen die weiße Lutschenen her-vorstießt. Die Lautcrunnische Lutschenen vereiniget sichmit der Gletscher Lutschenen, bey Zrveylütschenen,von bannen sie in den Brienzersee fließen. Lauterbrun-»en, ein Pfarrdorf in einem langen Thal, welchesetwa; bis 6 Stunden lang seyn mag, und führt nach denhohen Gletschern zu. Das Dorf ist nicht groß, aber eslind sehr viele Häuser durch das ganze Thal zerstreutund geben der Landschaft ein vergnügtes, fröhliches An-sehen. Hier ist besonders merkwürdig der Gletscher dieFungfrarr genannt. Sie ist die Bewunderung allerFremden. Mann nennt es darum Lanterbruimen, weilfast nichts als lauter Brunnen, reine Quelle und Bache dadurchstießen. Die Einwohner sind von dem Besuch so vie-ler Fremden, die jährlich zu ihnen kommen, keine gewöhn-liche rohe Bauren geblieben, sondern gefällige, aufgeweckteMenschen, obgleich nicht reich. Gfteig bey Interlacken,Leißiiigctt oder Eeuringen und Sanct Z^attenberg,Pfarrdorftr. Ninkenberg, ein verfallenes Schloß, nebsteinem Pfarrdorf, welches ehebcffcn einem davon benann-ten adeliehen Geschlecht zugehörct hat. Brienz , einPfarrdorf, an dem davon benannten Brienzersee, welcherrnigefähr drey Stunden lang und eine breit, von hohen
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