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Unkosten verbundene Studien verwandte, seine Uebersetzung der sämmtlichen Werke des Flavius Josephus mit Einleitung, Anmerkungen, Kupfern und Münzen, welche in acht Octavbänden in Zürich 1735 herauskam —ein jetzt noch sehr geschätztes, auch für die Numismatik nicht unwichtiges Werk — dem er einige Jahrespäter noch eine kleine Schrift unter dem Titel: Uoras Aiaeoas in Issov. I'ost. sx klavio losopko (laugst,vatsv. 1740) folgen ließ. Groß war ebenfalls seine Liebhaberei für theils antiquarische, theils etymologischeStudien. So schrieb er: „Muthmaßliche Gedanken über den 1724 in Kloten entdeckten gewürfelten Mosaik-boden", und: Lonieetura ll« collimuu marin ore» 1601 Llotas oruta oum msoriptions äs ^onio kaziDaneben ergänzte und vervollständigte er für sich Spaths etymologisches Lexikon mit mehr alstausend Wörtern und Redensarten. Vor allem aus war er ein Freund der Bibliographie. Seine Bibliv-thekarstelle hatte ihn unter andern auch mit dem Pariser Gelehrten I. Le Long in Verbindung gebracht,welchem er einige hundert Bibeleditionen mittheilte, die dieser in sein treffliches Werk") aufgenommen").Endlich hatte er auch ein Schriftstellerlexikon vom weitesten Umfange, oder einen Büchercatalog nach denAutoren angelegt, welcher im Jahr 1732 schon aus sieben Folianten, und aus mehr als fünfzig Quart-bänden bestand. An die Spitze desselben stellte er Conrad Geßners Libliotksea müvei-salis, jedoch nachden Geschlechtsnamen der Schriftsteller, nicht, wie Geßner gethan, nach ihren Taufnamen geordnet; aufdiese folgten die Cataloge der hiesigen Bürger- und der Stiftsbibliothek, dann derjenige der berühmtenBodleianischen zu Oxfords, der des Stifts St. Gallen, ferner die Cataloge von mehr als vierzig Privat-bibliotheken, worunter die der Zürcher Theologen Hottinger, Heidegger, Ott"j; endlich eine sehr großeZahl von Auctionscatalogen aus Frankreich, England, Holland , und was ihm die fremden Literatoren,mit welchen er in Briefwechsel stand, mittheilten"). Ist es sich nach allem diesem zu verwundern,daß, so oft es sich um Erwerbung wichtiger Werke oder Sammlungen, um Durchsicht und Werthungzum Verkauf angetragener ganzer Bibliotheken, oder um Auswahl und Ankauf einzelner Bücher ausderselben oder um Anknüpfung von Verbindungen mit auswärtigen Gelehrten und Buchhändlern handelte,der Bibliothekconvent mehr als drei Jahrzehnde hindurch ein solches Geschäft diesem Mitgliede von soumfassender Bücherkenntniß, dessen Stimme ihm mit Recht als entscheidend galt, vorzugsweise auftrug")?
41) Die erstere Schrift erschien 1724, die letztere, eigentlich eine Notiz, die er im Antistitialarchiv vorfand, im Jahre 1734.
42) Es führt den Titel: Nibliotbees 8sors s. S^IIadus omoium forme 8. 8eripturse odiiiouum so versiooum. ksrisjse. 1709.später vermehrt und fortgesetzt und in drei Bänden herausgegeben von A. G. Masch. 4. Halle 1778—83.
43) Dieses veranlaßte ihn auch im Jahr 1710 einen Bericht von den vor der Reformation in deutscher Sprache geschriebenenund gedruckten Uebersetzungen der heiligen Schrift im Drucke erscheinen zu lassen. Dieser Bericht wurde dann auch in SimlersSammlung alter und neuer Urkunden zur Beleuchtung der Kirchengeschichte des Schweizerlandes. 8. Zürich 1757. Bd. 1. Thl. 2 undBd. 2. Thl. 1 mit Zusätzen und Anmerkungen von I. I. Breitinger eingerückt. Siehe Note 30.
44) Sie ward zuerst aus den Büchern von Thomas Bodleh 1597 gegründet, und wuchs dann in Kurzem so sehr an, daß andas große Auditorium der Universität ein eigener Anbau für sie errichtet werden mußte. Jetzt soll sie, durch zahlreiche Bibliothekenenglischer Gelehrten vergrößert, 500,000 Bände und mehr als 30,000 Manuscripte zählen.
45) Er verfertigte nebenbei noch einen llatalogus iiislorieo-okronologieus omnium seriptorum HelveUorum de klelvsii»»liquid traclsmium a prim» origins ad nosirs tempora eontiauslus, koi., der sich nebst einer ähnlichen Arbeit von vr. I.Jakob Scheuchzer vom Jahr 1714 auf der Stadtbibliothek befindet.
46) Von diesem Lerikon, welches er bis an sein Ende fortsetzte und vermehrte, ließ er eine Abschrift durch den päbstlichenNuntius nach Rom gelangen, eine andere nach England, damit, wie er selbst sich äußerte, wenn verschiedene Nationen und entferntlebende Völker ihre Werke zusammentragen, man einst zu einer so viel möglich vollständigen Kenntniß der Bücher oder wenigstensihrer Zahl gelangen könne.
47) Das Leben ist kurz — so sagt er am Schlüsse seiner Selbstbiographie - der Arbeit viel; viel Arbeit legen uns Andere,viel wir selbst uns auf.