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Die Noachide in zwölf Gesängen von Bodmern / [Johann Jakob Bodmer]
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16
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Die Noachide.

16

Iaphet fragte so, ihm versetzte der weise Betagte:

Wahrlich heut ist Sechs Gott mit deinem Ansgang gewesen,

Und er hat dir den Pfad zu meiner Hütte geöfuct,

Daß du den Lebeusalhem mir durch die Nachricht verjüngtest,

Die mir wieder den Freund des Busens giebt, und ihm mich giebt.Welche Wolken von Weihrauch bin ich dem Erhalter nicht schuldig,Der auf mich und auf meine verlaßnen eimamcn TöchterSolche Blicke der göttlichen Huld vom Himmel herabschickt!Meinem Gelübde getreu soll morgen ei» jähriges SticrkalbAuf dem Altare flammen, das itzk noch ungezähmk springet.

In dir stralet, o Nefe, des Vaters Seele, dich seh ich,

Noch so jung und so weise, zu Noahs Tugend gebildet.

Wenn der Erhalter beschließt, ein Haus von Edeln zu pflanzen,Redet er Worte des Lebens, und giebt den Sterne» Befehle,

Auf die Nacht der Empfängniß den lieblichsten Einfluß zu schütten.Auf mich hatte vor andern der Vater des Lebens gesehen;

Fünfzig Söhne, die Eine Frau, die Iemima gebohren,

Standen vor mir, und hörten die Stimme des Vaters, ste grub sichIn ihr Gemüth eindringend den Weg, und zeuqete Thaten,Großmuth , Gerechtigkeit, Treu', und herzerhöhende Freundschaft,Tugenden, die den Geist zum göttlichen Ursprung nähern.

Alle giengen den richtigen Pfad vor mir und vor Noah;

Aber sie sind nicht mehr, der Tod hat alle gemähet.

Als der gerechte Mann vor dem Angesicht Dagons geflohn war,Sucht' ich ihn lang in Assurs und Arams und Elams Gefilden,

Da ich ihn nirgend fand, so dacht ich in meinem Gemüthe,

Daß ihn vielleicht, wie den Enoch, ein Seraph in Felder versetzte,Wo die Sonne nicht aufgeht, und wo sie dem Dunkel nicht weichet.Sonder ihn schien mir Edens Gefild' Einöde, die PlänenWurden vor mir zu Engen, von Noah, von Milka verlassen.

Gegen Südost in Havila, wo der Reichthum der Erde,

Erld