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Zur Würdigung des Theophrastus von Hohenheim / von Karl Friedrich Heinrich Marx
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17
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V.

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Alten Partei gegen ihn nahmen, und ihn eben so schonungslos verfolgten, alser sie rücksichtslos tadelte. Dieses erhellet aus seinen eigenen Worten; erwar nicht sicher, ob er frei herum reisen dürfe 40 ); man drohte ihm mit Lan-desverweisung 4 x ), mit Gefängniss 42 ); er litt Kummer und Elend 4 3).

Kränkungen aller Art hatte er zu erdulden und er lernte sie tragen.Ihn tröstete die Zuversicht, dass die Nachwelt gulmachen werde, was dieMitwelt gegen ihn verschuldet; aber eben desswegen wollte er wenigstensseine Geisteswerke nicht unterdrückt wissen. Während man ihn daher dercrassesten Unkenntniss und des Mangels an aller gelehrten Bildung zieh 44 ),erbot er sich gegen das Censurcollegium in Nürnberg zu einer öffentlichenDisputation 45 ), um die Richtigkeit wie Unverlänglichkeit seiner in der einge-haltenen Schrift dargelegten Ansichten männiglich zu vertheidigen. Bekannt-lich war diese Weise, seine Ueberzeugungen vorzutragen, Gründe und Ge-gengründe geltend zu machen, damals das geistige Turnier, woran Theil zunehmen sich Gelehrte von Nah und Fern einfanden. Allein es wird nirgendbemerkt, dass man auf diesen seinen Vorschlag eingegangen.

Bei dem Werthe, den Th. auf seine schriftstellerischen Werke legte, istzu vermuthen, dass er das eine oder andere derselben wiederholt um- und

lichs damit aussrichten möcht, und andere meine Mitgesellen als ich: Ward ichgezwungen einen andern Grund zu suchen, welchen ich mit schwer Arbeit er-langt habe (Dedication des zweiten Buchs der gr. Wundarznei an den Kaiser Ferdinand . S. 58. M. vgl.: Von den Tartar. Krankh. Cap. 22. Th. II. 338.).

40) Th. V. 116.

41) Meinet jhr, es sey mir zu verwerffen, oder mir sey das Land zu verbieten (Pa-

ragrani ander Tr. Th. II. 60.). Die Löbliche Landtschafft in Kernten vertrittMaecenatem, und gibt Asylum Hippocraticorum zu unsern Zeiten (Beschlussredeseiner Defension Th. II. 190.). <

42) Th. IV. 289.

431 Wie wol mich das gegenwertig Jahr in ein ungedultig Ellendt getrieben (Vor-rede zum Büchlein von der Pestilentz. Th. III. 109.).

44) M. vgl.: die 15. Imposlur S. 160. Kl. Chir. B. 2. Cap. 11. S. 265.

45) In seinem Sendbrieff an die Herren von Nürnberg 1530. Chir. Sehr. 680.:Dermangel oder zweiffel hierin trägt, soll öffentlicher Disputation mit mir eintret-ten, wie ich denn auch vormals, als jetzund, urbietig gewesen.

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