22
i
von offenen Schäden 60 ); 4. drei Bücher von den Franzosen 61 ); 5. vonden Imposturen der Aerzte 62 ); 6. Opus Paramirum 63 ); 7. vom Bad Pfef-
1528 Basel verlassen, in demselben Jahre in Colmar am 11. Juny dem dortigen“obersten Meister der Statt Hieronymo Boner”.
60) Diese sieben Bücher von allen oflnen Schäden so aus der Natur geboren wer-den” (Chir. Sehr. S. 376.), welche den dritten Theil der grossen Wundarzneiausmachen, dedicirte er am 28. des Heymonats “dem Stettmeister zu Colmar ,Conrad Wickram”.
61) Nämlich 1) von den Imposturen, welche in Heylung der Frantzosen begangenwerden. 2) Von Corrigirung der Artzneyen, so bissher zu Frantzosen gebrauchtworden. ^.3) Von Wiederauffbringung ufid Heylung der Kranckheiten, so durchdie Frantzosen verderbt worden (Chir. Sehr. S. 149.). Diese dedicirte er inNürnberg am 25. Nov. 1529 “dem Rahtschreiber Lazaro Spengler, und sie sinddaselbst 1530 von Friedrich Peypus in Quart gedruckt worden. — Auf derWolfenbüttler Bibliothek findet sich von diesem Jahre zu Nürnberg gedruckt:Von der Französischen Krancklieit) 3 Bücher von der Impostur der Eizuey jvon Corrigiern derselben, und von verderbten Kranckheiten.
62) Diese Schrift wollte Th. 1530 zu Nürnberg drucken lassen, allein auf Ansuchender medicinischen Facultät zu Leipzig wurde die Censur versagt. Hierauf be-zieht sich folgende Stelle aus dem “Sendbrieff Theophrasti an die Herren vonNürnberg 1530 (Chir. Sehr. S. 679.): Demnach ich von Imposturis der Artzneydurch E. E. F. W. Erlaubuiss, in Druck hab lassen aussgehen: Nachfolgend mitmelirer Notturfft ein Buch gesetzt in der Gemein, alle Krancken betrelfent, dochdess fürnemens, die armen Krancken darinnen zu betrachten, auf dass dieselbenam wenigsten doch mit melirem fleiss betracht) und nicht so jämmerlich ver-derbet würden: und dasselbig Buch durch Hectors Diener in die Cantzley lassenantworten, darinn ich sonderlich verhofft, dieweil ich hierinn anders nichts, danndie armen Krancken allein betracht, und die Unerfarenheit etlicher Artzt zu er-kennen gib, wohl gehandelt seyn: Ist solches durch G. F. W. nit zu truckenvergundt und nachgelassen worden. Nun aber in meim Abwesen, langt schrift-lich an mich, wie dass solches Buch, auch andere meine Schrifften durch E.E. F. W. nidergelegt und abgeschlagen sey, nemlich durch anbringen etlichervon Leiptzig u. s. w.”
63) In St. Gallen widmete er dieses Werk am 15. März 1531 seinem alten FreundeJoachim von Wadt (Watt, Vadianus ), dem treuen Anhänger der Reformation,der in seiner Vaterstadt Pliysicus und Bürgermeister war. Es heisst in derDedication (vor dem dritten Buch Morbor. ex Tartaro Th. I. 142.): “mein zeit