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wie ein Prophet in die Zukunft der Medicin blicke 88^ un d d ass se ; ne "Werkeden Sturm der Zeiten überdauern würden 89 ).
Wer alle unter dem' Namen des Th’s gedruckten Schriften als das gei-stige Eigenthum desselben ansieht, wofür er verantwortlich ist, der kann kaumanders als über den vielen Wortkram 90 ), die ermüdenden Wiederholungenund die lächerlichen Vergleichungen ungehalten werden; allein aus dem Un-rechte, welches dem Manne widerfuhr, darf man keine Waffe gegen ihnschmieden. Er selbst thut sich etwas darauf zu gute, dass er die Gegen-stände in bündiger Kürze darstelle 91 ). Er trifft meistens den Nagel auf denKopf und in wenigen Worten weiss er gar viel, wenn gleich oft Herbes undBitteres zu sagen 92 ). An Reichthum der Gedanken möchte ihm nicht leicht
lergnedigster Herr, der sich wider mich einleget: Klein ist aber jr Verstand undKunst, darumb sie mir nichts werden abkempffen, dann sie hand der Prob zuwenig.” — “Ich darft mich frewen, dass mir schelck feindt seiudt: dann dieWarheit hat keinen feindt als die Lügner” (Vorrede über das B. Paragranum.Th. II. 16.). M. vgl. auch Paragrani ander Tr. Tr. 1. Th. II. 120. Tr. 2. 60.
88) Er nennt sich einmal Vates Medicus (Murr II. 230.).
89) “Ich weiss das mein sein wird die Monarchia, mein wirdt sein die Ehre: nichtdas ich mich rühme: die Natur lobet mich, auss jhren selbs bin ich geboren,und ich folge jlir nach: Sie kennet mich und ich sie auch. Das Licht das injhr ist, hab ich in jlir gesehen, und auch äusserlich in der Figur microcosmiprobiert, und in jhrem mundo gefunden” (Th. VI. 400.). “Ihr Medici wöllentmich umstossen. Ich werde grünen, und ihr werdet dürr Feigenbaum werden”(Vorrede über das B. Paragranum Th. II. 14.). “Ich wil euchs fürhalten, dasbiss in den letzten Tag der weit meine geschrillten müssen bleiben und wahr-hafftig (Paragr. Tr. 3. Th. II. 78.).
90) Die longas deblarationes, wie sie Conr. Gesner nennt in einem Briefe anTheodor Zwinger 1565 (Epist. p. 110.).
91) “Die alten haben beschriben 40 Capitel, da ich Eins mach, an andern örternein infinitum numerum, da ichs mit dreyen Capiteln beschliess” (Vorrede derOffnen Schäden S. 375.).
92) So z.B. in der Vorrede zur grossen Wundarznei: “Bei meinen Zeiten werd ichdas Fabelwerck nit umfassen mögen, dann es sind alte unbendige Hund, lernennichts weiter, Schemen sich abzusteigen in die Bekanntniss ihrer Thorheit. Je-doch aber ligt in dem nit viel, sondern es liegt an dem, da ich verhoff, die Jun-