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Zur Würdigung des Theophrastus von Hohenheim / von Karl Friedrich Heinrich Marx
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all sprachen die Juden auch zu Christo. Ich will Euch dem Teufel, von demihr sagt, dass er in mir sey, heimschicken, denn er gehört Euch, nicht mir.

Ein Mann, der so viel veimochte, musste natürlich auch Gold machenkönnen und im Besitze des Steins der Weisen seyn. Zwar wehrt er jedesderartige, von Gegnern oder Freunden ausgehende Ansinnen entschieden vonsich ab 13 °); er erklärt jenes für. eitel, behauptet, dass er sich bloss an seinenärztlichen Beruf halte; allein Andere wussten es besser. Auf seine Rechnunghin ward den Adepten und Schatzgräbern die weiteste Aussicht geöffnet 13 *).

Ueberhaupt war er von der Alchemie, in dem Sinne, wie sie gewöhn-lich verstanden wird, weit entfernt, obgleich er in den Schriften, die darüberhandeln, gewöhnlich als der vornehmste Anführer der Alchemisten genanntwird. Ihm war die Alchemie in ihrem wahren und unverfälschten Sinne das,was wir jetzt unter dem Namen Chemie begreifen, die Kunst, die Naturstofferein darzustellen, das Heilsame, Wirksame, Schädliche, jedes für sich beson-

130) Grosse Wundarzn. B. 3. Tr. 3. Cap. 1 . S. 146 .

131) Wegen einer curiosen Erzählung eines angeblichen Schülers des Theophrast, Na-mens Frantz (in Mich. Neander Orbis Terrae Partium succ, expl. Lipsiae.1589. 8. p. 57.) wird jener als Goldmacher aufgeführt.

Selbst Tyclio Brahe [1601] führt ihn unter den Hauptschriftstellern insecretiore Philosophia auf (Epist. astronom. L. I. p. 117. Uraniburgi. 1596. 4.).Bei dieser Gelegenheit sagt er in dem Briefe an Rothmann, den Mathematicusdes Landgrafen von Hessen , über Theophrast : quem plures oppugnant quam in-telligunt.

Joa. Neander (Antiquissimae Medicinae Natalitia. Bremae. 1623. 4. p. 336.)zweifelt keinen Augenblick, dass Th. künstlich Gold gemacht; eben so wenigder sonst so einsichtsvolle Ol. Borrichiü'S' (conspectus scriptorum chemicorumillustrium. Havn. 1697. 4. p. 30.): yovoonoiyoms peritum fuisse ne quidem ini-mici ipsius rotunde sustinent negare.

Weil Th. an einer Stelle seiner Schriften geäussert:zwischen Schwaben und Bayern ist ein grosser Schatz verborgen, so erwähnt der Physicus der StadtKempten 0. P. Praun (Anleit, zu; der Krebs-Cur ohne Schnitt. Ulm . 1744. 8.S. 21.), dass in einem Hause daselbst voil jden Maurernein bedeckt zinnernSchüsselein gefunden worden sey, worauf rothglänzend Pulver. Ob nun diesengrossen Schatz der frühere Besitzer von Paracelso bekommen, bleibt mir unbe-wusst.

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