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wenn zweierlei Rauch oder verschiedene Gerüche in einander gingen. DieFantasey des Menschen ziehe wie ein Magnet die der andern in sich, woraufer. es dann, wie durchs Gehör oder Gesicht, ebenso habe als der andere 483 ).Die Luft des Pestkranken könne das Uebel verbreiten 486 ).
Die venerische Krankheit verpflanze sich einzig nur durch das syphili-tische Contagium. Die gewöhnliche Weise geschehe durch die Beiwohnung;aber auch durch die Zeugung oder Vererbung, sowie durch Berührung infi-cirter Stoffe, könne dieses Uebel übertragen werden 48 7).
Wie der Kieselstein mit Feuerfünklein begabt sey, also sey auch derSaame eines Ausschweifenden mit Französischen Fünklein begabt, die her-ausfallen durch das Feuereisen Coitus 488 ). Wie einer, der nass zu einemTrocknen sich legt, diesen auch nass mache, so gehe von der französischen Krankheit eine Feuchtigkeit oder ein Dunst auf den andern 489 ). Venus seydieser Krankheit Mutter; ohne Befriedigung sinnlicher Lust finde keine Be-fleckung Statt 49 °). Luxus sey der Ackermann und sperma der Acker 491 ).
Es sey ein Naturgesetz, dass immerfort ein Saame einen Saamen gebäre.Nur wer von der venerischen Krankheit verunreinigt würde, bekomme sie 492 ).
In Betreff der Erblichkeit sey zwar der Vater nicht im Sohne, aber sein
Bild und die Franzosen und deren Gift sey in ihm 493 ).
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485) Grosse Wundarzn,. B. 1. Tr. 3. Gap. 1. S. 45.
486) Von der Pestilentz. Cap. 2. Th. III. 118. Die aber so zu solchen Krancken müs-sen gehen, und unib sie -wohnen, ist nicht wunder, der Lufft von Krancken gibtdem andern Vergifftung. .
487) Kl. Chir. B. 5. Cap. 1. S. 276. ,
488) Grosse Wuudarzn. B. 3. Cap. 8. S. 143.’
489) ebend. S. 144. .
490) Von Urspr. der Frantzosen. B. I. Cap. 3. Chir. S. 191.
491) ebend. Cap. 6. S.,192.
492) Grosse Wundarzn. B. 3. Cap. 8. S. 143. Ein Samen gebieret einen Samen für
und für ohne Ende, der letzte wie der Erste. Nie kein Mensch ist widervon Frantzosen vergißt worden, als allein der,, der von dem ersten tingirtist worden. , .
493) ebend.
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