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Zur Würdigung des Theophrastus von Hohenheim / von Karl Friedrich Heinrich Marx
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Die Bedeutung der Diagnose war Th. nicht entgangen. Er sagt, esgebühre einem jeden Arzt, dass er mit der Form der Krankheit sich vertrautmache und daraus die Ursache erkenne 621 ). AVer ein Uebel annähme, dasnicht zugegen sey, der pflanze eines in den gesunden Leib 622).

Man verwechsle in Deutschland arg die Krankheitsarien; darum halte eres für seine Pflicht, nach den "Verständigsten der Medicin, die er kenne, die-selben zu bestimmen 623 ). Das sey ja wohl nicht genügend, dass man äussere:der ist ein «Cholericus, er tanzt gern; ein Melancholicus, er trinkt gern gutenWein; ein Phlegmälicus, er hat einen subtilen Kopf; ein Sanguineus, er hatrothes. Haar 62 4 ).

Die Prognose dürfe nür mit Vorsicht gestellt werden. Sage der Arztzu viel und die Natur lasse ihn im Stiche,, so bleibe sein Bemühen fruchtlos;dadurch dass er sein Wort zu bewahrheiten suche, mache er den Zustandnur schlimmer und schade sich. Sage er zu wenig, so setze er sich demSpott der Unkenntniss aus 623 ).

sionomischer Kunst wissen zu erkennen, und der Kunst Signafa wol unterrichtseidt, und durch ausswendige Zeichen den innern Menschen erkennen.

C21) Von Offnen Schäden. B. 7. S. 400. Es gebürt sich , eim jeglichen Artzt, das erauss der Form erkenn und merck materiam peccantem derselbigen kranckheit.Dann ursach, wie wolt einer ein Mann oder Fraw erkennen, oder beider Form?Wie solclis ein grob Exempel ist, und gibt doch den Nanunen, also hie auchvon disen kranckheiten die Form dermassen Causam anzeigt, und dasselbige wases ist, das die kranckheit machet, allen Ärzten zu erkennen ist.

622) Vom Urspr. der Frantzoseu. B. 2. Cap. 14. Cliir. S. 203.

623) ebend. B. VII. Cap. 1. S. 234. In Deutschen haben sie nit mehr under allengeschlechten diser kranckheiten, dann .drey oder vier Nammen, das ist Reudig,der Krebs und die Fistel: Under disen begreiffen sie alle Kranckheiten.

Den Krebs sehen sie lür ein Fistel an, und Sirey für ein Wolf: Also würdder Beer für ein Schaaf genommen.

Cap. 2. S.235.: es ist Von n.öllien, das ich gebe jegklicher Kranckheit sein sondereart eiugefürt, nach dem verstendigsten der Arlzney, so mir.jetzt undfer Augen begegnet.

624) Die zehend Impostur.. & 15& . j . i.//

625) Gr. Wundarzn. B. 1. Cap. 1. S. 1. Sagst du viel zu und die Natur mags nichtvollbringen, ist in ihrem vermögen nicht, so zahlest und fichtlest dahin, dahindu nicht kommen magst: Und je länger du zahlest, je mehr du darzu verder-