Wunden aussgangen” 644 ). Der Krebs der weiblichen Brust sey in jenenbeiden Vorgängen zu suchen 645 ). Bevor dieses Uebel ausbreche, gingen ihmoft mehrere Jahre harte Knoten vorher €46 ).
Die Frauen hätten durch das Geburtsorgan erstaunlich viel Eigentüm-liches 64 ?), so dass es wünschenswert wäre, dass eigene Frauenärzte sie be-handelten. Damit wolle er jedoch keine Trennung in der Kunst berührthaben; diese sey Eine 648 ).
Mit besonderem Eifer bearbeitete Th. die zu jener Zeit so heftig gras-sirende Lustseuche, sowie die Krankheiten, welche sich durch steinige Ablage-rungen kund geben.
Was zunächst das erstere Uebel betrifft, so sagt er: “Ich heiss sieFrantzosen, und das billich, von wegen ihres Vatterlands. Soll ich sie Bla-
644) Grosse Wundarzn. B. 1. Cap. 11. S. 11.
645) Von Offnen Schäden. B. 6. S. 393.
' 646) ebend. Es ist möglich, ehe, das es zu einem Krebsgang, etlich Jar vorhin lierteKnoden mache, Eicheln, auch gleich den Kröpften.
647) Paramir. L. IV. De orig. morb. matr. Th. I. 197. Darumb lass dich nicht be-duncken, darum das wie das Hirn, Hertz, Lebern u. s. w. im Mann ist, alsoauch in Frawen sey: Sondern das nimm für dich, dass das Hirn der Frawen,Frawen liirn ist, und nicht Mannes hirn, ihr Hertz, Frawenhertz, und nichtMannen hertz: das ist ein underscheid, der dir vor den äugen liegen soll.
Sb nun' die Fraw ein anders ist, so stehet sie auf! einer andern wurtzen :die wurtz ist Matrix, von ihren wegen ist sie beschaffen.
In dem scheiden sie sich von einander, dass alle krauckheiten der Frawenauss der Mutter conditionirt seind, genaturt und gewidmet.
648) ebend. S. 191. Also werden dreyerley Arzt, ein besonderer der Welt, das ist,der sie pflanzet und behüt vor ihren gebresten, Reifte, Schnee u. s. w. Einsonderer des Mannes, der ihn behüt in seinen gebresten: Also ein besondererder Frawen, der sie auch bewahret. Und wiewol die drey Monarchien geschei-den sein von einander, so ist es doch ein ding in den Monarchien : Dann sie schei-den sich nicht von einander in der kunst, sondern die kunst begreifTt sie miteinander in eein.
S. 193: Zwo sind der Artzneyen auff Erden, den Frawen und den Man-nen: der Frawen ist ein andere, der Mannen ist ein andere. Der Frawen sindihre Artzneyen gut, dem Manne die seinen.