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Encyclopädie der Cameralwissenschaften im eigentlichen Verstande / von Karl Gottlob Rössig
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102
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'tclbor oder unmittelbar nähren kann. - Sie äußert Hreg!ück'I>6)kn Folgen in der Landescultur, Produktion,Geldumlauf, Industrie und glücklichen Vertheilungder Staatskosten.

§» 2 »

Uebsrvölkerung übersteigt diese; ihr folgen Ar-mutb , Dürftigkeit, Becrügereyen, Bettelwescn,Sittenoerderbniß, Epidemien und erhöhete Sterblich-keit auf dem Fuße.

§. Z.

Die Kenntniß des Zustands der Bevölkerunggeben genaue Volkszählungen, Kirchenlisten, Todken-verzeichnijse und einige Grundsätze der politischen Re-chenkunst: auch können die nothwendigste Consnmtion,und die Anzahl der Feuerstätten als Hülfsmittel in Er-mangelung andrer angesehen werden.

Süßmilch rechnet auf dem platten Lande jährlichden vierzigsten, in großen Städten den fünf-undzwanzigsien, in sehr großen dvn zwan-zigsten.

Die Todtenverzeichnisse können auch noch zu vke-len andern Polizei,absichten nützlich werden,wenn zugleich das Geschlecht, Beschäftigung,Alter u. a. U. bemerkt werden.

§. 4 .

Das vorzüglichste Mittel zur Bevölkerung bleibtimmer die Beförderung gesetzmäßiger Ehen, wodurchauch eine gute bürgerliche Erziehung, Familiengeist"und Patriotismus begründet, auch andre wichtige Ab-sichten erhalten werden.