4 Einleitung.
Marpurg, Königsberg, Dillingen, Strasburg, Jena und Helmstädt,*)errichtet, und mit gelehrten und berühmten Lehrern besezt. Der Nutzenzeigte sich bald. Denn in der Mitte und gegen Ausgang des sechzehntenJahrhunderts war keine teutsche Provinz, in welcher sich nicht Gelehrte inallen Fakultäten, durch Schriften,**) von denen verschiedene ihren Wehrtbehalten haben; berühmt gemacht hätten: und viele lateinische Dichter diesesZeitalters sind bis jezt von ihren Nachfolgern nicht übemoffen worden.
Die meisten teutschen Fürsten hatten selbst auf hohen Schulen studirt,und sorgten für die Erziehung und Entwikkelung derKänntnisse ihrer Chur--undErbprinzen, welchen sieHofmeister von ausgebreiteter Gelehrsamkeit zu Lehrerngaben. Die vorzüglichsten Hofbedienungen wurden mit Gelehrten aus demAdel besezt, und wenn es daran fehlte: so wurden die geschiktesten aus denübrigen Gelehrten dazu ausgesucht.
Der Churfürstliche Hof zu Berlin zeichnete sich, in der Mitte, und leztenHälfte des sechzehnten Jahrhunderts, vor vielen andern Höfen durch gelehrteund berühmte Männer aus. Man darf Fich nur, unter den vornehmstenStaats- und Hofbedienten, des Eustachius und Adam von Schliebcn, Georgvon Blumenthal, Busso vonAlvensleben, Wolfgang von Kettwig, Albrechtvon Thümen, Rochus Grafen von Lynar, Johann von Blankenburg,Johann vonLoeben, I. vonBlankenfeld, Georg vonBrcitenbach, Christoph
von
*) LI.6lloIpii./L/?tomnium3csctemi'3rum ek^u3runc!3m illuttrium IckolZrum lokjurLuropLereAiones, kun6sriones er conürrvarioneL. Vrsnco^korcii 3ä Viadrum 3 puä
Lickkorn. 8vo.
HermMni lcnptoribur XVI. po/ILKrUium N3!um leculorum conuuentsnu5.
Vrslülsvi» 1727. 4co. p. 146-182,.