Buch 
Beiträge zur Geschichte der Wissenschaften in der Mark Brandenburg von den ältesten Zeiten an bis zu Ende des sechszehnten Jahrhunderts ... / herausgegeben von J. C. W. Moehsen
Entstehung
Seite
63
JPEG-Download
 

r

von i;zo bis 1^70. 6)

Scökke mlt Figuren nnd dergleichen verfertigten. Thurneksser begab sich zuerstnach Münster, welches wegen der großen Hofhaltung des Bischofs, und einerberühmten Buchdrukkerek vor andern niederteutschen Städten einen Vorzug hatte.Der Bischof zu Münster, Johannes Graf von Hoya, war zugleich Bischof zuOsnabrük undPaderborn, Reichs-Kammergerichts,Präsident, und wegen seinerGelehrsamkeit und ansehnlichen Hofhaltung in ganz Teutschland sehr berühmt. Thur-neisser ließ daselbst 1569 die erste Ausgabe seines Buchs ^rctuöoxs bei JohanOssenbruk in Quartformat, acht und zwanzig Bogen stark, auf seine Kosten drukken.Die Zuschrift ist den lezten November 1 ;69datkrt, und an den Erzherzog Ferdinand,den er darin seinen Landeöfürsten nennet, gerichtet. Der Druk wurde noch i;6-vollendet; wie solches die am Ende befindliche Jahrzal bei dem Namen desDrukkerö zu erkennen giebt. DkeQukntessenz wurde eben daselbst 1570. 44^Bogenstark in quart gedrukt. Zu der ärcki^oxa konte er keinen Formschneider finden, derdie astrologische Tafeln der Planeten in Holz schneiden können, wegen der vielendarauf gezeichneten Buchstaben und Zalen. Es hielten sich in dieser Gegend vonTeutschland Schüler des Lukas von Leiden auf, die ganz gut« Kupferstiche verfer,tigten: und THurneisser nahm einen an, dessen Tafeln mit K. 8. ö. in einemMonogramm« gezeichnet sind. Obgleich das Buch in quarto war: so sind dennochdie sieben Tafeln aufFolioplatten gestochen worden. Sie werden an den gehörigenOrten eingeleimet und zusammen gelegt. In der Quintessenz sollen die Holzschnittemit ekngedrukt werden: und war jede Seite, wo die Figuren hinkommen solren,ledig gelassen und mit hölzernen Leisten eingefaßt. Weil aber zu der Zeit keinHolzschneider in Münster ankam, wie Ossenbruk gehoft hatte: so musten dieFiguren zu diesem Buch ebenfals in Kupfer gestochen werden; welches die Ausgabesehr verzögerte. Diese sechszehn Kupfertafeln mit alchymi'schen Vorstellungen sindin der Quintessenz in die hölzerne Leisten ekngedrukt. Sie Haben unten die vorherangefürte Namensbuchstaben des Künstlers: auf zwei Platten ist noch überdemdas Monogramm« 8- üll. O. angebracht. Auf den meisten Tafeln der Quintessenzist Thmnekssers Wapen in den Figuren, wie auch unten in den Ekken einer jedenPlatte zur ^rcdiävxa mit Zieraten eingestochen worden. Außerdem steht es, alseine kleine Vignette, auf dem Titelblat der Quintessenz; zu Ende des Buchs vor

dem