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Beiträge zur Geschichte der Wissenschaften in der Mark Brandenburg von den ältesten Zeiten an bis zu Ende des sechszehnten Jahrhunderts ... / herausgegeben von J. C. W. Moehsen
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65
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von izzo bis 1570. 6z

machten. Der Bischof hatte ihn zwar mit in feinern Gefolge genommen, als erim August i;/? die Prinzeßkn Elisabeth, eine Tochter des Kaisers Maximiliansund Braut Königs Karl IX. bis Nimwegen begleitete, wie sie durch diese Stadtnach Frankreich reksete; er hatte auch Thurnelssern aufgetragen, eine Apotheke inMünster anzulegen: allein Thurneisser wolte zugleich ein ansehnliches Laboratoriumbauen, und schaste die nötigen Gefäße an. Der Bischof hatte nicht Lust, so vielKosten anzuwenden: und die bisher gewöhnliche galenksche Apotheken erfordertennicht viel Auslagen. Ueberdem mußte er wol gegen Thurnekssern nicht freigebig genuggewesen seyn. Denn dieser hatte ihm in einem Briefe ganz deutlich gesagt: er wärees überdrüßkg, länger großen Herren umsonst zu dienen; überdem müsse er einebequemere Gelegenheit suchen, um feine übrige Schriften drukken zu lassen.

Die Buchdrukkerei in Frankfurt an der Oder war um diese Zeit kn gutemRuf. Der Buchdrukker Eichorn hatte nicht allein sehr geschikte Zeichner undFormschneider in seinen Diensten: sondern er selbst schnitte") Bildnisse nnd Figurenin Holz. Dieses bewog Thurnelssern, nach Frankfurt zu gehen, um daselbst seinWerk, Pkson, oder Beschreibung der Wasser rc. und einige andere Werke drukken zulassen. Zu dem Pison Hatte er bei dem Kaiser Maximilian um ein Privilegiumangehalten; es ging aber mit dessen Ausfertigung etwas langsam. Sein FreundChristoph von Grunik, der bei dem Grafen Joachim von Schlik als Sekretair inDiensten stand, und die Besorgung am kaiserlichen Hofe übernommen Hatte,wohnte in Bauzen. Bei dem Mangel der Posten war die Korrespondenz beschwer«lich, weil alles mit eigenen Boren bestellet werden mußte. Von Frankfurt auskonre es eher und wolfriler besorgt werden: und auch dieses gab der frankfurtschenBuchdrukkerei bei ihm vor andern den Vorzug.

Wir wollen ihn nach Frankfurt mit seinen Handschriften und gedruktenWerken ziehen, und während der Reift noch verschiedene Flüsse und Bäche in

Nieder-

') Es zeigt sich dieses aus einem Briefe an Thurnelssern von Michael Bandelow, Stadt-ehirurgns zu Frankfurt v. y.Dec. 1571, in welchem er meldet: daß ftin Schwager,Kans Eichorn, selbst gern« Thunirissers Bildnis geschnitten hätte; er wäre aber nochsehr krank, rmd fehlte es ihm au Kräften, solches auszuführen.

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