yi Thurneissers BrieftveIel.
Schule zu Lissa, Ebettus, Professor zu Basel, D. Nikolaus Michel, Kanzler zuBauzen, ein großer Liebhaber der Chymie, Michael Volkhamer, beider RechteDoktor, fürstl. Baierscher Rath, D. Bernhard Macht, Professor zu Grypswalde,M. Valentin Schindler, Professor zu Wkttenberg, M. Georg Teße, Prediger zuStralsund, M. Elias Hutter, Professor der hebräischen Sprache zu Leipzig, u.a.m.
Die lezten drei unter den vorher angeführten Gelehrten waren stark in denmorgenländischen Sprachen: und Thurneksser bedurft« ihrer sehr, da feine Sprach»künde nicht professormäßkg war- Hutter schkkte ihm 1578 sehr gutgeschriebeneAlphabete der syrischen, arabischen und äthiopischen Sprachen, und erbot sich, nachBerlin zu kommen, um bei dem Schneiden der Matrizen zu diesen Buchstaben, selbstgegenwärtig zu seyn. Die wendische Namen der Kräuter, die er zu seinem Kräu-terbuche gebrauchte, schikte ihm D- Johann Tekler, Stadtarzt zu Kotbus: Dr.Job Fincelius aus Zwikkau und der Pastor Rosentritt in Lissa, erboten sich, ihmalles, was er ihnen nur zuschikken würde, in das Lateinische zu übersetzen. VonLadisiaus Cubim'us von Felsco Cubin i, kaiserlichem obersten Feld- Kriegesftkretair,erhielt er aus Kaschau in Ungarn, folgende sehr sauber abgeschriebene Alphabete:althebräisch, wie es vor den Zeiten des Esdra geschrieben worden, altchaldäksch,indisch, arabisch, syrisch, türkisch, sarazenisch, iiiyrksch, slavonisch, ägiptisch,septisch, wallachisch, ungrisch, armenisch, glagolitisch und cyrillisch. Man siehthieraus, daß Thurneksser zu seiner großen Sprachkäntnis, mit der er sich in feinemOnomLÜico r) und in andern Schriften hervorthat, ohne Hexerei und ohne einenSpiritus famillaris zu haben, gekommen ist. Er wußte in seinen Schriften dieGelehrsamkeit und die Wissenschaften seiner Korrespondenten zur Vermehrung
seines
>) Im OnomsNico sind die Buchstaben der vorher angeführten Sprachen, und überhauptdie Alphabete und Syllaben von XXXII. in Europa gewöhnlichen und LXVIII. fremden,teils morgenländischen, teils auch ausgegangenen Sprachen, auf fünf Tafeln vorgestel-let: auf der serren Tafel die Zeichen der Maaße und Gewichte der Griechen und Römerdesgleichen noch dreizehn sonderbare Alphabete; unter welchen die gebräuchlichen Alpha-bete zm Zeit Kaiser Karls des Großen, des Faramunds, tzunibalds, des Mönchs Ott-ftirds, einiger Alchymisten u. s. w. vorgestellet sind, ohne jedoch anzuzeigen, woher erdieses alles genommen, oder wer sie ihm zugeschikt.