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LhurneisserS großes Vermögen;
von hier aus bezalete, und seine Pfänder eknlöset«; wovon sich die Berechnungenunter seinen Papieren finden. Wie er 158s heiraten wokte, versicherte er seinerBraut und deren Vater: daß sein Vermögen an baarem Gelde Hundert tausendFloren betrüge; welches beide zu Basel beschworen haben. Wenn man auchabrechnet, daß die Freier sich gemeiniglich reicher ausgeben, als sie wirklich sind:so zeigen doch viele Umstände, daß er ein ansehnliches Vermögen zusammen gebracht.Von Seidel führt in einer Handschrift an: „der jüngere Steinbrecher, nachmals„ Vormund seinerKknder, hätte seinen Schaz gesehen, der aus zwölftausend Gold»„stükken bestanden; teils einfachen und doppelten Portugalesern, teils vierfachen„ Kronen, Rosenobeln, Engelotten und Dukaten." Lökkek sezt blos das Gewichtseines Silbergeschirres auf neun Zentner, und beruft sich auf die Inventur desRaths zu Basel. Ein so großes Vermögen, in so kurzer Zeit Hier im Lande erwor,ben, verdienet eine nähere Untersuchung, wie er dazu gekommen. Thurneissersjährliche Besoldung war iz;r. Taler, S. 86, eine zu der Zeit sehr beträchtlicheSumme. Daß sein Lombard, und die Hohen Zinsen, so er nahm; kmgleichen daßdie aufgetragene Kommrßivnes S. 97. ihm als einem eigennützigen Manne einträgtlich gewesen, daran ist wol nicht zu zweifeln. Die übrigen Zugänge erhielt er ausder von ihm errichteten Drukkerei, aus dem Vertriebe seiner eigenen Bücher undKalender, wie auch aus dem Nativitätsteiien; ferner aus dem Verkauf der Talis-mans oder Sizilien, aus dem Lehrgelde, das die Fürsten für die ihm zugeschikteChymisten und Laboranten, ungleichen für Abschriften von chymifchen und alchy,mischen Prozessen bezalten. Am einträglichsten waren die Harnproben, diemedizinische Praxis, und der Verkauf der geheimen Arzneien. Wir wollen jededieser Quellen feines Reichtums näher untersuchen. Unter diesen verdienen dieNachrichten, die man in Thurneissers Papieren, von seiner Drukkerei und den dabeiarigcstelten Formschncidern und andern Künstlern, findet, alle Aufmerksamkeit:weil sie zugleich einen sichern Beitrag zur Kunstgeschichte unsers Vaterlandesliefern. Wir wollen zugleich die dabei aufgefundenen Preise der Materialienanführen, wie sie vor zweihundert Jahren in den Drukkereim bezalt wurden.
Der
-) iökktls tzandichnft im K. Geheimen Archiv. S. fg?»