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Beiträge zur Geschichte der Wissenschaften in der Mark Brandenburg von den ältesten Zeiten an bis zu Ende des sechszehnten Jahrhunderts ... / herausgegeben von J. C. W. Moehsen
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101
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er legt eine Dmkksret an.

Der verschiedene Nutzen, weichen die Anzeige von dergleichen Warenpreisen inder Oekonomke und Landesgeschichte hat, ist bekant .

Wenn Thurnekffer die Buchdrukkerei eigentlich angelegt, läßt sich nicht wohlbestimmen. Es scheint, daß er bald nach seiner Ankunft zu Berlin damit umge,gangen: man bemerkt solches aus seinem Brkefwexel mit verschiedenen auswärtigenKünstlern und Formfchneidern, denen er bereits im Jahr 1571 allerlei Stökke undFiguren zu seinen Werken zu schneiden aufgetragen hatte; ohnerachtet sein VerlegerEichhorn selbst in Holz schnitte, und ausserdem gute Formschneider in seinerDrukekerei unterhielt. Thurneisser war sehr thätig, und wolte seine Werke nicht alleinbald fertig, sondern auch unter seiner Aufsicht und Korrektur, und in Ansehung derFiguren, nach seinem Wilkühr ausgezleret haben; an welchen er immer etwas zuerinnern fand, weil er sich selbst für einen guten Zeichner hielt. Nichts konte ihnmehr verdrüßen, als die Verzögerungen der Buchdrukker. In Münster lag dieQuintessenz zwar abgedrukt, aber unvollendet. Denn obgleich der Mangel einesFormschneiders endlich durch einen Kupferstecher ersezt worden r so fehlte es dochS. 64. an einer Presse, um die Kupferplatten abzudrukken. Auch die siebenPlatten zur Archidoxa waren, vor seinerAbrrisevonMünster, nicht fertig geworden.Aus Unwillen überließ er die ganze Aussage ihrem Schiksal, und war Willens, sowol die Quintessenz als die Archidoxa von neuem drukken zu lassen. Er hatte 1571«ine vermehrte Handschrift von der Quintessenz, wie er durch Leipzig reifere, beidemBuchhändler Hans Steinman niedergeleget, der sie in M. Ernst Vögeleknö Drukkerek,mit in Holz geschnittenen Figuren, solte drukken lassen: und wenn der Pifon fertig;so solle Eichhorn die Archidoxa wieder drukken. Bei dem Druk der Quintessenz fandensich so viele Schwierigkeiten, in Ansehung der Korrekturen so wol in der Schrift,als in den Figuren, daß dieses Buch erst 1574 zu Leipzig fertig wurde. Eichhorn,der die Archidoxa drukken solte, hatte noch Schriften von andern Gelehrten, und

N ? selbst

') Den Wehrt des damals curfirenden Geldes findet man in der Geschichte der Wissen-schaften in der Mari Brandenburg §. l.VIt angeführt.

") Die Klage de? Verlegers und Drnkkers über die unkorrekte und nnvenllich geschriebeneHandschrift ist „-Sude der Quintessenz zu lesen.