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Beiträge zur Geschichte der Wissenschaften in der Mark Brandenburg von den ältesten Zeiten an bis zu Ende des sechszehnten Jahrhunderts ... / herausgegeben von J. C. W. Moehsen
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105
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Beitrag zur Künstlergeschlchte. ro;

Daniel Seideln aus Basel/ der die in Holz geschnittene Einfassung des Titels vonder Mag«a Alchymie die i Z8; inN. Bolzens Verlag heraus kam/ verfertiget hat.Eben diese Einfassung ist auch auf dem Titel des Onomastikum ,nit l). 8. und mitdem Messer/ unter der Figur zur Linken des Titels. Ferner waren Jakob AntonBringsaufen, und Wolf Meierpek in seiner Drukkerei alsFormschneider angenom-men. Mit den beiden leztern war er/ wegen des erstem Lüderlichkekt und deslezteru beständig vorgeschüzten Krankheit oder Faulheit/ nicht zufrieden: deshalbschkkte ihm Joachim Palm aus Augsburg/ km Junius 1577 einen Kunststecher undGoldschmidsgeselle», von Stein am Rhein in der Schweiz gebürtig, NameuSJohanrl Paz)M AMaO; den er in seinem an Thumelssrn mitgegebenen Schrei-ben/ als einen in Künsten sehr ersannen Menschen beschreibt/ und daßm der ganzenStadr Augsburg keiner über ihn gewesen. In demselben Jahr ließ er auch inFrankfurt am Main und zu Köln am Rhein einen Kunststecher , Franz Hohenbergaufsuchen/ der ihm sehr gerühmt worden. Ob man ihn aufgefunden/ und ob erin ThurneisserS Dienst nach der Mark gekommen: ist nicht bekant. Bringsaufen,den er abgeschaft, schrieb an ihn im März ix8r: daß er sich »ach Kopenhagengewendet/ und bei dem königlichen Hofmaler Melchior Lotich/ aus Flensburg inHolstein gebürtig/ in Diensten stehe« Er hätte seine tollen Hörner abgelaufen/ undwünschte/ wieder bei ihm zu arbeiten. Wolfgang Meierpek/ oder auch Meierbeek,war vormals in Leipzig gewesen/ und ihm von D. Fincelius aus Zwiikau als ei»guter Maler und Künstler empfohlen worden. In einem andern Empfehlungs-schreiben des Peter Zeidler, genant Hofman/ aus Leipzig/ vcm 18 Oktober 157cwird er gelobt: daß er mit ätzen / stechen und reisten sehr gut umzugehen wisse.Man hat von ihm ein in Holz geschnittenes Bildnis des Johannes Eolerus mitseinem Namenszuge und dem Messer; welches aber nicht viel Kunst beweiset.Daniel Seidel war bei Thumeissern am längsten in Diensten/ und zog zulezt nachBasel/ woher er gebürtig war. Sein Vater/ Adam Seidel/ war ThurneisserSSchreiber. Ausser den Formschneidern und Kunststechern, die bei ihm in Lohn undBrot standen, hatte er auch auswärtige angenommen, die für ihn arbeiten musten.Zu Küstrin ließ er 1571, bald nach seiner Ankunft in der Mark, bci dem Form:schneider Konrad Reinhard, einige Stökke zurProbe schneiden; er muste ihm aber.. ' ' O das