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Thurneissers Kalender.
wurden sie öfters ohne sein Wissen und Willen, und zu St^asLurg so gar mit demkaiftrl.Pr-vilegko wörtlich nachgedrukt. D-rBuchhändler Michael Apfelzu Wienbat ihn um Erlaubnis, daß er sie in die Ungarische, und Michael Petterle Jllu,mim'rer und Buchdrukker zu Prag , wie auch Simon Hutter zu Leipzig daß sieselbige in die böhmische und lateinische Sprache dürften übersetzen und drukkeu
lassen. DkePolnische Buchhändler ersuchten ihn: er möchte sie selbst kn lateinischer
Sprach- herausgeben, um sie in Polen und Ungarn zu verbreiten; wovon der^ ^ Polnisch Lissa die Übersetzung über sich nehmen wolte. Den
ersten Kalender gab er zu Ende des Jahres 1571 auf dasJahr 1571 in EichhornsVerlag heraus, und sezte diese Arbeit von der Zeit an jährlich fort Der leiteder hier gedrukt worden auf das Jahr 1585, soll nach M. Dietrichs Anzeige °) inder Bibliothek des Gymnasii zum grauen Kloster aufbehalten werden: ist aber nichtvorhanden, und wird dieses Jahr für einen Drukfehl-r, stat 158;, gehalten, welleiner von d.esem Jahre daselbst verwahret wird. Nach seinem Abzug von Berlinkam noch 159s ein Prognostikon mit seinem Namen zu Köln am Rhein, oder zu Frank!fmt am Main, auf das Jahr 7591 heraus, welchem die nachher anzuführendeAbhandlung§.XH. n.2;. von der Magie oder schwarzen Zauberkunst, und wasdavon zu halten, stat einer Vorrede vorgesetzet ist. Ob Thurneisser, seit dem erBerlin verlassen, mehrere Kalender herausgegeben? ist nicht bekam. Wir über,geM die Einrichtung und den Inhalt dieser Kalender, und seine Art, die politischenProphezeiungen nicht allein mit kurzen Worten, sondern auch mit einzelnen großenlateinischen Buchstaben bei eknigen Tagen in jedem Monat beizusetzen Er hatteden Vorteil, daß er leztere erklären konte, wie er wolte; denn er machte die Aus.legungen der Buchstaben bald in lateinischer bald kn deutscher Sprache, und wenner es aus diesen nicht Herausbringen konte: so nahm er die ungarische, äthiopische,
') Petterle versprach ihm zehn rheinische Goldgulden, den Gulden zu sewau^'^zu geben, wenn er ihm erlauben wolte, daß er den Kalender auf dÄake 7in böhmischer Sprache Übersetzen lassen, und in seinem Berlaq z„ r
h-m»Sg,kommt», und ,.mt d-msch« K-I-»d«t mdo,,, „wich»,Ich d,
') Martin Dietrichs Berlinische Kloster- undSchulhisterie. Berlin 7732. 8 v°. S.rzi.'