Thmneissers alchymrsche Handschriften. ir;
Anna Maria, Herzogin zu Lkegnkz, Siegfried vonPromnkz, Freiherr von Sorau,Plesse und Triebet, kaiserlicher Rath, Präsident in Ober- und Niederschlesien, desHerzogtums Sagan Pfandsinhaber, Karl von Promnkz, Herr auf Plesse, Sieg«mund von Zedliz zu Neukirchen und Steinberg, Matthias von Logau, HansSchafgotsch auf Kynaft, Hans von Schleim; zu Budißin, Hans Georg vonSchönaich aufMoskau undSprottau, Fabian von Schönaich zuFrekstadt, Hansvon Königshekn zu Königshekn, Hans von Kitliz zu Breslau, von Rhediger zuBreslau, u. s. w. Thurneisser wüste es sich bequemer zu machen, als andere Ge-lehrten ; denen es zu der Zeit gewöhnlich war: daß sie mit ihren Schriften selbstherum reiferen, und dadurch Geschenke von Fürsten und Stadtobrkgkeiten zusammenbrachten; wie von Gregoriuö Cölestinus und andern bekant ist.
Nicht allein die gedrukcen, sondern auch seine geschriebenen Bücher, brachtenihm ein großes Geld ein. Er hatte auf seinen Reisen und auch sonst allerlei chymk-sche Kunststüklein und Sekrete gesamlet, und in verschiedenen Handschriftenzusammen getragen. Dergleichen Dinge, als die Verfertigung der Perlen, dieNachahmung der Rubine, Smaragde, Sapphire, Amethysten u. s. w. in GlaS,die Destillazion der Kräuterwaffer, das Bernsteknöl; welches man für seine Erfin-dung hielt, die Tinktur aus Spkesglas, und viele andere fezt bekante Tinkturen,Oele, Essenzen und dergleichen, wurden zu der Zeit als Geheimnisse hochgeschäzt:und es waren nur sehr wenige fürstliche Personen, denen er so wichtige Sachenabschreiben ließ. Die Mitteilung einer solchen Kopie von Handschriften, wurdeaus Erkäntlkchkeit mir Hundert und mehrTalern bezalt. Besonders warvonMark-graf Joachim Friderkch, und noch öfter von der Markgräfin Katharina, sehr vielNachfrage nach einem silbernen Buch; welches Thurneisser besaß, und voller Geheim-nisse war. Es war zu der Zeit gebräuchlich, daß fürstliche und wohlhabende Per,sonen, Bücher, die sie schäzten, nicht allein mit Silber beschlagen und mktKlausuren,sondern auch ganz in maßiven Silber einbinden liessen; und ist die silberne Biblio-thek Herzog Albrechts zu Königsberg e) bekant. Was eigentlich in diesem Buch
Q z enthalten
r) Die ausführlichste Nachricht von dieser silbernen Bibliothek ist in: Leben und ThatenHerrn Albrechts des ältern, Markgrafen zu Brandenburg, Herzogs in Preussen. Königs-berg und Leipz. 1750. 8 vo. S. 5 0 z u. f.