rr.6 THumeisserS alchymische Handschriften.
enthalten war, läßt sich aus ihren Briefen nicht ersehen. Der berühmte M. F.von Seidel sagt in seiner Handschrift vonThurnekssers Leben: „ich habe von Thür-„neissern ein Manuskript gehabt, wie man mit großem Vorteil aus Rheinischem,, Golde Dukatengold machen könne, unterm Titel: die Reinische Kunst/ dasselbe„war in roth Sammet also gebunden, auch mit verguldetem Silber gar stark„beschlagen, daß man ein kleines Schloß davor legen konte. Dieser Traktat war„ auf Pergament sauber geschrieben, und mit künstlich gemalten Figuren ausgezke,„ ret, welchen ich einem guten Freund mit go Talern bezalet. Für dieses Buch hat„ Churfürst Johann George hochfelkgen Andenkens, besage der Präfatkon, neun„ tausend Taler zusagen müssen. Dieses Buch Hat Churfürst Friderkch Wilhelm„ mein gnädigster Herr r66z durch seinen GeheimdenKämmerier Johann Martktium„von mir abholen lassen, und hab ichs Sr. Churfürstl.Durchlauchten, als meiner„gebietenden gnädigsten Herrschaft, untertänigst gern abfolgen lassen." Wo dieserTraktat hingekommen, ist nicht bekant. Ts findet sich in der Manuskrkptenkammer derköniglichen Bibliothek eine sehr prächtige Handschrift alchymkfchen Inhalts, vonwelcher ich vor se? und dreißig Jahren eine ausführliche Nachricht ^ gegeben habe.Sie sol durch Thurneissern an den Churfürsten gekommen seyn. Der Titel ist: „Das„gegenwärtige Büchlein wird genant 8plsn6or lolis oder Sonnen Glanz, theilet sich„in sieben Traktate, durch welche beschrieben wird, die künstliche Wkrkunge des„ verborgenen Steins der alten Wekssen; u. f. w." Es ist in rotem Samt gebun»den, auf Pergament sauber geschrieben, mit vortreflich gemalten Figuren; anwelchen Gold, Silber und Ultramarin gar nicht gefparet sind. Der Splendor Sollsist zwar verschiedene mal mit in Kupfer gestochenen Figuren gedrukt worden: alleindiese Handschrift hat in Ansehung des Textes viele Vorzüge; auch sind dkeFigurmin einer ganz verschiedenen Ordnung, wie solches in der vorher angefürten Disser,tazion ausführlich bemerket worden. Daß Thurneisser durch seine Schreiber meh»rere dergleichen alchymische Manuskripte abschreiben, und durch seine Malerausmalen lassen: davon finden sich viele Spuren in den an ihn geschriebenen Briefen.
Der,
*) 1 c. V. K10LU5L« vi/k. epiüolicL !. cje LlLNulcripm meälcir, qu.-r isrer coäi'ce;bibliocksc« .-e^ire berolineusu servsncur. Sero!. 1746. 4:0.