lZ6 ThumeisserS Einkünfte
«ke ihn Thurneisser am angeführten Ort beschrieben und abgebildet hat. Diedarauf befindliche magische Figuren oder Züge Hat ebenfalsAgrkppa erkläret. Manfindet Skgilla Solls von vier, s x und mehr Dukaten schwer, jedoch mit einigerVeränderung in den Charakter« und Bekwerken: wie der, so in den KöhlerschenMünzbelustkgungen, und ein anderer, welcher in den preußischen Samlungenbeschrieben wird. Lezterer ist vierzehn Dukaten schwer. Er Hat die Zahrzal 1.574.Die Aufschriften enthalten unter andern die Namen Gottes und der zehn Fürstender Engel, mit vielen andern Hebräischen Wörtern und Buchstaben. Er ist Gold,fichmids Arbeit, und nicht geprägt. Die eine Seite ist erhaben gegossen, und aufder andern Seite find die Figuren, Zeichen und Namen eingeschnitten, odergestochen. Es ist bekant, daß dergleichen Sigillum Solls die solarische Krank,Heilen abwenden und kurirensol runter diese gehörten alle Krankheiten des Gehirns.Die Schwere des Talismans zeigt, daß er für keinen gemeinen Mann gemachtworden. Thurneisser war 1574 in Preussen, um den blödsinnig gewordenen Her,zog Albrecht Friderkch zu kuriren; er nahm in seinen Kuren die Talismans mit zuHilfe. Als Goldschmid, der etwas Hebräisch verstand, war er im Stande, der,gleichen selbst zu verfertigen: und da er nicht viel Zeit Hatte, um die Stempel inden erforderlichen Konstellazkonen schneiden zu lassen, solches auch damals nochnicht gewöhnlich war; so hat er diesen vermutlich selbst gegossen, und die Rüksekttgravirt: wie denn überhaupt die ersten Talismans niemals geprägt, sondern in dengehörigen Konstellazkonen gegossen worden. In Preussen ') werden verschiedeneTalismans aufgehoben, die als magische Münzen dem Paulus Scalkchius zuge,schrieben werden; der alles, was böse war, und zauberisch zu seyn schien, über sichnehmen mußte: und zu diesen wird auch der vorher beschriebene in den preußischenSamlungen, gezälet, ob er gleich, mit mehrerm Rechte, Thurneisser» zum Urheberhat. Die Namen Gottes und der Engel, die man öfters auf den neuem TaliS,mans findet, und deren sich auch Thurneisser, vermutlich um den BischofHeshusiuS
S. 98.
Köhler M.B. VHI. S. 45z. Preuß.Saml. m,Band. S. 4Z9.
') M. Christoph Hartknochs preußische Kirchenhistorie i6z6. 410. 455 u. f. S. - Er-läutertes Preussen. III. B. 29 4 S.