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Beiträge zur Geschichte der Wissenschaften in der Mark Brandenburg von den ältesten Zeiten an bis zu Ende des sechszehnten Jahrhunderts ... / herausgegeben von J. C. W. Moehsen
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153
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Heimweh. rzz

selbst glaubte, daß er ein Reformator in der Medizin wäre, weil er darüber voneinigen gelehrten Männern, als Leuthkngern und anderen, komplkmentkret worden;besorgte, daß sein Ansehen an beiden Höfen fallen möchte, wenn mehrere Gelehrteseine Verdienste nach der Schärfe und Wahrheit beurteilen solte». Er wünschtenun aus aller Verbindung des Hofes und sein eigner Herr zu seyn, um seine pro,jekkirte Werke in Ruhe auszuarbeiten, und heraus zu geben. Die Anregungen undVorspiegelungen seines Bruders erinnerten ihn an seine Vaterstadt, die Schuldenwaren bezalt: er Hofte, das Verlorne Bürgerrecht wieder zu gewinnen, und durchLeu Best; eines Gutes, unter den dortigen Gelehrten ein Ansehen zu erlangen.Seine festgesezte Dienstjahre gingen zu Ende: die Frau war tot und der einzigeSohn m Basel. Die Drukkerei, auf welche er vieles Geld gewendet, lag ihm nochallein am Herzen, sie war ihm nun im Wege: er crgrif den Entschluß, ihrer los zuwerden, es koste auch, was es wolle. Ohnerachttt ihm sein Bruder, während derZeit, vielerlei Verdruß und Händel gemacht, die er weitläufig im Ausschreibenanführt: so glaubte er doch, seine Absichten am geschwindesten zu erreichen, wenner ihm die Drukkerei übertrüge; er solte sich hier im Lande als Drukkerhcrr ansäßkgmachen, seine Frau und Kinder herkommen lassen, und ihm jährlich vom Gewknein Gewisses geben, bis er sie in etlichen Jahren frei gemacht hätte. Sein Bruder,der seine Schwäche sehr gut kante, wüste durch Zureden, durch verstelte Betrübnisund Kummer über seine Schulden und verlaßne Kinder, durch allerlei Schmeiche,leien und heilig versprochene Besserung es dahin zu bringen; daß er sie ihm baldnach ftinerZurükkunft mit dem Hofe nach Berlin, und, wie es scheint, den i. Ja-nuar r ;77 in einer vergnügten Abendgcselschaft unter guten Freunden -) wirklichfür r 120 Taler zusagte; oder vielmehr ihm diese Summe daran schenkte. Alexan«der ließ sich im Frühjahr Geld zur Reise nach Basel geben, und versprach: feineFrau und Kinder innerhalb acht Wochen herzubringen, um die Drukkerei zuübernehmen. Er hielt nicht Wort, war nicht mal nach Basel gekommen: undwußte niemand, wo er war, oder sich aufhielt. Wie ungefähr achtzehn Wochennach seiner Abreise verflossen, und Thurneisser gar keine Nachricht, weder von ihm,

noch

') Ausschreiben II. S. 56 n. f.

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