r?4 Prozeß zu Basel,
„sie bald auf gute schkedlkche und billige Wege abgeholfen werde." NachdemThurneisser seine Antwort eingereichet: so schikte sie der Churfürst mit einemabermaligen Vorschreiben den 2.4. Februar 84. mit einem eigenen Boten nachBasel/ mit dem Ansinnen: ,»er wolle in kurzen jemand von seinen Räche«/ nebst„einen Bevollmächtigten des Thurneissers und seiner Kinder, nach Basel abfertigen:„um seine Sache dort zu treiben. Weil er glaubwirdig berichtet worden, daß aus„ ihrer Stadt nebst andern verdächtigen Worten auch dieses geschrieben worden,„daß der oder diejenigen, so sich seines Dieners Thurneissers annehmen oder ver-theidigen würden, in Leibes Gefahr kommen und vielleicht tot geschlagen werden„ möchten, so verlangte er für diese freies sicheres Geleit, vor allem Gewalt, Gefahr,„Schimpf, Hohn und Spott, und sotten sie solches durch Zeigern dieses, seinen„reitenden und allein deshalb zu ihnen abgeschikten Diener übersenden, er wolte„darauf den Rath und übrige Bevollmächtigte mit gebüriicher Jnstructkon und„Bef- Hl aufs förderlichste zu ihnen abfertigen." Thurneisser hatte in der Zeit seinAusichreiben gröstentekls abgedrukt, und was davon fertig >) war, seiner Verant-wortung beige legt. Bei dem Schluß seines Ausschreibens verlangte er: ehe derRath seinen Prozeß wieder vornehme, daß erstlich die Herbrotkn aus seinem undseiner Kinder Vermögen Herausgewiesen und daß seinen beiden Bevolmächrkgten,Adam Seideln und Burchard Speideln, seinen Schreibern, sein Haus und Ver-mögen nach dem ersten von ihnen gemachten Inventarium wieder eingeräumet undsie in seinem Namen eingesezt würden; zweitens daß alle diejenigen, die er Injurienwegen beschuldiget, entweder ihre falsche Beschuldigungen erweisen, und wann siesolches nicht könten, darüber an Leib, Leben und Vermögen, bestraft werden sotten.Wenn dieses geschehen: so wolle er nebst den Churfürstlichen Räthen auch seine«Anwald mit volkommener Jnstrukzion nach Basel senden, damit er sich wegen derVielen Schmach und Schandlügen, an der Hcrbrotin» die er eine Blutschänder!»tient, ihren Leib und Leben erholen und ergötzen möge. Wie den 2z. April i; 84 dirAntwort und das Geleite des Raths zu Basel noch nicht eingekommen: so gab ersein Ausschreiben öffentlich heraus und drohete, wenn der Nach zu Basel seine
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') Ausschreibe» M. S,i?r. Ausschreiben m. §,279.