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Beiträge zur Geschichte der Wissenschaften in der Mark Brandenburg von den ältesten Zeiten an bis zu Ende des sechszehnten Jahrhunderts ... / herausgegeben von J. C. W. Moehsen
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179
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und deren Veranlassimg. 179

gab ihm den Anstrich eines Betrügers, denn es war der gewöhnliche Weg derGoldmacher, daß sie ohne Urlaub und Abschied davon gingen. Er Hatte Feindegenug, die dergleichen Nachreden von ihm ausbreiten konten. Es würde als-nicht schwer fallen, seine Apologie zu machen. Allein einige Anmerkungen, dieSeidel eigenhändig, bei einer Handschrift von Thurneissers Leben, bekgeschrkeben;geben wieder neuen Verdacht. Es sind zerstreuete Nachrichten, die er aus Thür,neissers Brief an den HofpredkgerHartwig, unterschrieben zu Belvida in Tusculanoanführet. Das Datum hat Seidel nicht bemerkt, außer daß der Brief gegen EndeJanuar i; 8; in Berlin angekommen. Es ist nicht eine völlige Kopie des Briefes:sondern es sind Auszüge mit Seidels Zusähen untermischt, in welchen Seidel unterandern sagt; daß sich Thurneisser 1584 auf ein Gut Bekvedere bei Rom aufgehal,ten Hätte. Er gestände in diesem Briefe: „daß er zwar heimlich von Berlin weg,„gegangen, allein er versicherte zugleich, daß er alle Churfürstliche Sachen Michael„Aschenbrennern und Valentin Holzschuern redlich überantwortet und nichts ver-untreuet hätte; er beschwerte sich, daß man ihm zu Berlin nachsagte, daß er dem„Churfürsten 90000 Kronen entwendet. Was ihm der Churfürst an Gehalt gege-„ben, hätte er an dem Herbarium, an der märkischen Landtafel oder Charte, Druk,kerei u. s. w. zugesezt. In die vierzehn Jahre, daß er im Kloster gewöhnet, Hätte„er viel darin verbauet; an Gläsern, Kohlen, Materialien u. s. w. zraoo Taler„verthan. Vierzehn bis fünfzehn tausend Taler wären an allerlei Personen ver,,, liehen, die er nicht wieder bekommen können. Was ihm der Churfürst, außer den„ r.000 Mark Silber, so er benahmt, und ausser seiner Besoldung Zuflüssen lassen,„ bestände in 1000 Dukaten Verehrung.« Seidel fügt hier hinzu: „ Thurneksser«hätte sich immer berufen, daß Se. Churf. Durchlaucht bald die Früchte von dem»eingesezten Golde und Silber sehen würden. Seine älteste Tochter von siebzehn„Jahren hätte er an seinen Vetter verlobet.« Nach v. Seidels untermischtenZusähen hat der Churfürst, wie er crfaren, daß Thurneisser nicht wieder kommenwürde, in seiner Wohnung den 1. Februar 1 ;8; aufräumen und die darin gefun,dene Formen zum Herbarium wegnehmen lassen. Wie sie nach S. r 08. an Seidelngekommen, ist nichr bekannt. Er sagt am Schluß einer dieser Handschriften:„Etliche Hunden dazu gehörige hölzerueFormen wären ihm zugekommen, er hätte

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