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Beiträge zur Geschichte der Wissenschaften in der Mark Brandenburg von den ältesten Zeiten an bis zu Ende des sechszehnten Jahrhunderts ... / herausgegeben von J. C. W. Moehsen
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Flucht nach Italien,

hatte, aufbringen ließ: so kau man sicher seyn, daß es ohne Zauberei zugieng. In«zwischen nmste er alles besorgen, wenn der Churfürst abwesend war, und sich seinernicht kräftig annahm: alsdann konnten die geistlichen und weltlichen Richter, auchwider Willen des bezauberten Churfürsten, den sie als leidenden Teil ansahen, denGang Rechtens mit ihm gehen. Hexen und Zauberer wurden unter dieser Regie-rung öfters verbrannt: und die Tortur konte alle mögliche Hexereien herausbringen.Die berlinischen Bürger waren wegen seines Wuchers, besonders wegen angeschul«djgterZauberei, die er sogar an dem Landesherr« selbst ausgeübt, äußerst gegen ihnaufgebracht: und es waren kaum eilfJahr verflossen, daß Lippold aus dergleichen Ur-sachen eine Tragödie geben müssen; sie hatten blinden Religkonseifer genug, in Erman-lung der Juden, die damals vertrieben waren, einen bezaubernden Schweizer ebenso zu verbrennen. Verschiedene seiner alten Freunde, als Georg Cölestin, Heinrichvon Goldbek, Achaz von Brandenburg rc. waren gestorben: der Hofprediger Hart-wig wurde alt und schwach, andere waren seiner überdrüßkg, teils auch zu furchtsam,sich seiner anzunehmen, um nicht selbst durch ihn unglüklich zu werden. Der Chur-fürst wolte nach Saxen reisen, um Churfürst Christian, seinen Schwiegersohn, zubesuchen; dessenAbwesenhelt und die Verminderung des Zutrauens und der Gnadeseines Herrn sezten ihn in Furcht und Schrekken. Nirgends war er alsdann sicher,in Berlin am wenigsten. Fast ganz Teutschland war mit Vorurteilen und Aber-glauben von Hexereien verblendet.. In der Schweiz dachte man damals überallnoch so, wie jezt im löblichen Kanton Maris: und die Bastler Unlversiläc wur de inallen Fakultäten als ein Orakel in Hexenprozeffen angesehen, in welchen nach denLehrsätzen des Erastus >) gesprochen wurde. Eben dieser Erastus hatte ihn in Schrif-ten und in mündlichen Unterredungen „öffentlich für einen Schelm und Betrügerausgeschalten, der seine Rezepte und Arzneien aus einem alten Hexen- oder Zau-„bertopf herauszöge und die Kranken damit ermordete," gegen den sich Thurnessstrim Ausschreiben ^ mic Schimpfworten verteidigte. Ueberhaupt waren die Bastler,wegen der angeschuldigten Zauberer und wegen feiner Lästerschrift gegen ihre hoheObrigkeit, so gegen ihn aufgebracht, daß nicht allein seine ehemaligen Freunde ihn

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') Geschichte der Wissenschaften. S. Z-y. 44Z. y Ausschreibe» ?. ll. S. 14Y. 150.