Vorrede.
XXVII
Allein, da wir einmal durch den blühenden Zustand derübrigen Wissenschaften aufden glücklichen Punct gekom-men sind, daß wir die ökonomischen undCameralwiffen-schaften vollständiger ausgearbeitet haben: da wir dieNothwendigkeit dieser Wissenschaften zu dem bürger-lichen kleben und der Ausübung unserer vollkommenenPflichten erkennen; und da alle übriae Wissenschaftennur in der Maaße vorzüglich seyn können, als sie unsHülfsmittel und Erkenntniß an dieHandgeben, unserePflichten desto besser auszuüben: so haben wir nunmehrveine ganz andere Gestalt der Sachen vor uns. Solltenwir wohl künftig unterlassen können, unsere Akademienanders einzurichten? Sollten wir Anstand nehmen kön»nen, die Anstalt zu treffen, die studirende Jugend vollstqn-dig und gründlich in diesen Wissenschaften unterrichtenzu lassen? Ich halte es nicht. Wenn wir es aber un-terließen, so würde uns dieNachwelt sehr gerechte Vor-würfe zu machen allerdings befugt seyn.
Man höret allenthalben gar häufige Klagen von denGelehrten, daß die Ungelehrten zu den wichtigsten Besdicnungen des Staats befördert werden, und daßdieGe-lehrten, die es sich mit Erlernung der Wissenschaften sosauer werden lassen, Gott danken müssen, wenn sie einenschlechten Dienst erhalten, wobey sie kümmerlich ihren Le«bensunterhalt finden. Die Ursache dieser Klagen ist inder That gegründet. Man weiß in verschiedenen Län-dern , daß diejenigen, die aniho die ansehnlichsten Bedie-nungen desStaats bekleiden, ehedem kaquayen, Läufer,Schreiber, gemeine Jäger, geringe Einnehmer und der-gleichen gewesen find; und es muß freylich manchem Ge-lehrten seltsam und vielleicht betrübt vorkommen, daß ersich vor Vergleichen Leuten demüthig bücken muß. Allein,man mag es mir verzeihen, ich finde deshalb dennoch dieseKlagen selbst nicht gegründet. Dieser ehemalige La-quay, Schreiber und Jäger hat sich, da er einen offenenKopf gehabt hak, nach und nach eine praktische Erkennt-niß in den ökonomischen und Cameralwiffenschaften er-worben,