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1 (1758) Die Lehre von Erhaltung und Vermehrung des Vermögens des Staats, und mithin die Staatskunst, die Policey- und Commercien-Wissenschaft nebst der Haushaltungskunst / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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412
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4¹½2² Von der Pflicht der Unterthanen,

bedienen(§. 19.); und da man allenthalben den Ge-lehrten eine groͤßere Wuͤrde und Hochachtung in demStaate zugeſteht, als den meiſten andern Untertha-nen: ſo folget natuͤrlich, daß ſie auch mehr, alsandere, dem Staate nuͤtzlich zu werden bemuͤhetſeyn ſollten.

Denn wir ſind V1 8 8 88ſberunſemteib, Es kann aber dieſe Pflicht ſo wenig eingeſchraͤn-Gliedmaßen u. ket werden, daß wir vielmehr uͤber unſer Leben und.. Gliedmaaßen auf keine andere Art Herren ſind, alsmit dem Nutzen in ſo weit es mit dem Nutzen der Republik, den wirbe zu befoͤrdern ſchuldig ſind, beſtehen kann. Wenn

wir alſo von keinen goͤttlichen und Naturgeſetzen wuͤß-ten, welche den Selbſtmord verbiethen: ſo wuͤrdenwir ihn dennoch wegen dieſer Pflicht gegen die Re-publik unterlaſſen muͤſſen. Dieſes erkaunten die ge-ſitteten Voͤlker des Alterthums, die zwar nach ihrergeringen Erkenntniß von der wahren Gottheit undihres Endzweckes mit denen vernuͤnftigen Geſchoͤpfen,den Selbſtmord vor erlaubt hielten, dennoch aberdie Erlaubniß der oberſten Gewalt von der Repu-blik darzu noͤthig erachteten. Eben daher wurdedie Verſtuͤmmelung der Glieder, um ſich dadurchder Schuldigkeit der Republik im Kriege zu dienen,zu entbrechen, bey den Roͤmern hart beſtrafet; undes iſt kein Zweifel, daß nicht eine ſolche Verſtuͤm-melung, wenn ſie in der Abſicht geſchieht, ſich dem

Dienſte des gemeinen Weſens zu entziehen, nochheute zu Tage eben eine ſolche harte Strafe aller-dings verdienet.

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Wir ſind alſb Da wir nun unſer 88 nicht anders gebrauchenbicht hetgezn⸗ koͤnnen, als es mit dem Nutzen des gemeinen We-zu widmen. ſens uͤbereinſtimmet: ſo muß man allerdings ſchlieſ-

ſen, daß wir uns ohne große Verletzung dieſerPflicht

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