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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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2 Erste Abhandlung.

Philippe»: II III. IV. und Karl il. bis auf das Jahr1700. beherrschet.

Zwischen beyden Linien, der Spanischen und derOestcrreichischen in Deutschland, waren keine eigentlicheHausverträge errichtet, Kraft deren bey der Erlöschungdes Mannsstamms der spanischen Linie, dieser die deut-sche in Beherrschung ihrer Lander, und hinwiederum daßbey Erlöschung des deutschen Mannsstamms demselbender spanische in seinen Landschaften und Königreichen mitUebergehung der Prinzessinnen und derselben Nachkom-menschaft, nachfolgen sollte. Einen solchen HauSver.trag, der in Spanien ein StaatSgeseH worden wäre,hätte die Verfassung der spanischen Monarchie nicht wohlgestattet. In diesem Staat kommt den königlichenTöchtern das Recht zu, wenn der Mannöstamm erlo-schen ist, die Krone durch Vermählung an ein anderesHaus zu bringen:, denn nur vermittelst dieses Rechtserlangte die Nachkommenschaft des Erzherzogs Philippvon Oesterreich die Beherrschung der vereinten Sraatenvon Kastilien und Aragonien. Allernächst vor Karls II.Absterben lebte eine zweyfache männliche Nachkommen,schaft, welche von den beyden Schwestern dieses Monar-chen, von den Prinzessinnen Philipps I V abstammte.Maria Theresia die ältere derselben, Ludwigs >IV. Kö-nigs von Frankreich Gemahlinn, hatte Ludwig Dauphinvon Frankreich hinterlassen. Dieser war ein Vaterdreyer Prinzen, von denen der älteste den Titel einesHerzogs von Burgund, der mittlere Philipp, einesHerzogs von Anjou, der jüngste, von Berry führte.Die jüngere Prinzessinn Philipps IV., Schwester Karls II.Margretha Theresia, wurde an den Kaiser Leopoldvermählet. Diese hinterließ eine einzige PrinzessinnMaria Antonia, Gemahlinn des Kurfürst MaximilianEmanuels von Bayern. Sie wurde mit ihrem Ge-mahl Mutter des Kurprinzen Joseph von Bayern.

Maria