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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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428 Geschichte des spanischen Thronfolgckrieges

G e schichte

des

spanischen Thronfolgekrieges

^ von 170a bis auf die Friedensschlüsse zuUtrecht und Rastatt l 7 rz.

1700 ^)ars 11., König, von Spanien, wurde in seiner letztemtödlichen Krankheit von seinen Gewissensrathen un-ter Androhung des Verlusts der Seligkeit überredet, einTestament zum Vortheil Philipp Herzogs von Anjou,zweyten Prinzen des Dauphins und Enkel Königs Lud-wigs XlV. in Frankreich, zu unterzeichnen. Kraft des-selben sollte dieser junge Prinz der einzige und allgemeine ,Erbe der spanischen Monarchie seyn. Rarl, der zweytePrinz des Kaisers Leopold, wurde gänzlich hintangesetzt.Diese höchst wichtige"Urkunde rvvrde von dem sterbendenKönig mit zitternder Hand den i6ten des WeinmonatS1700 unterschrieben. In dem ersten Tage des nächstfolgenden Wintermonats verschied der König. Mit deräußersten Eile ließen die von ihm verordneten Regentendes Königreichs das Testament! nach Frankreich abge-hen. Ludwig XlV. wurde durch dieselben ersucht, seinenEnkel, den bestimmten Erben, so gleich nach Spanienabzusenden, um die Regierung der Monarchie in Personantreten zu können. Schnell wurde in dem französischengeheimen Staatörath der Entschluß gefaßt, das Testa-ment anzunehmen, und von dem nur wenige Monate'zuvor abgeredeten Theilungsvertrag abzugehen. Am16ten des Wintermonats machte der König seinem Hofe ^Hirsen Entschluß bekannt, und ließ von demselben seinen

Enkel