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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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Zwote Abhandlung.

sehr einträgliche Quellen zu verlieren, — machten ihngegen seinen wahren Ruhm und Vortheil blind. Un-möglich konnte ihm der Unwille seiner Gegner, daßdurch seinen Vorschub der Krieg gleichsam verewigetwerde, und zwar nicht zum Vortheil Englands, sonderneiner auswärtigen Macht, deren Absichten wahrschein-lich England eben so nachteilig als die französischen auS-schlagen konnten; noch derselben geheime Bewegn »genihn und sein Haus zu stürzen, unbekannt seyn. Selbstweder die geschwächte Gesundheit der Königinn Anna,noch die ihm von Frankreich ingeheim gethanen großenVorschläge machten ihn geneigt Frieden zu schließen, undFrankreich samt seinem König zu guter Zeit zu demüthi-gen. Sein Vaterland sollte eher in unermeßlicheSchuldenlast gestürzt werden, als daß er von demKriegsschauplatz abtreten, und die häufigen Gelegenhei-ten niederträchtig zu sammlen verlieren wollte. Mari-borough allein war durch seine Hartnäckigkeit die vor-nehmste Ursach, daß Frankreich, nach einem zwölf Jahrelang unglücklich und zu seiner äußersten Enrkraftungschädlich geführten Kriege, dennoch alle seine Absichtenerzweckte, und die spanische Krone seinem Hause zuwen-den konnte. Da Marlborough Alles wollte, brachteer es dahin, daß er persönlich, — daß alle widerFrankreich mittelbar und unmittelbar verbündete Mäch-te, beydem erfolgten Friedensschluß unersetzlichen Ver-lust erduldeten. Er war es, der den Prinz von Sa-voyen, der den Staatspensionair der vereinigten Nieder-lande verblendete, den heilsamen Zeitpunkt nicht zu sehen,in welchem der Krieg glücklich mit Erhaltung derHaupt-absicht geendet werden konnte.

Die Staacsminister Ludwig XIV. beredeten sich fälsch-lich, so lang in England die Parthey der WighS in demParlament und an dem Hofe das Uebergewicht überdie Torrys hätte, sey es vergeblich durch diese Machtden Frieden zu erlangen. Sie setzten ihr Vertrauen

auf