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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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72
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Zwote Abhandlung.

artikel in eine Unterredung mit ihm sich einlassen werd-."Wer gedenket hierbei) nicht an die stelzen Machtsprü-che de6 alten RomS 8. ?. benelicii et iiisiuiaLinemol olle lolet. (^eteruin llocclio, guoniaiil poc-nitet 6eiiisti, grakianl kacit. ?e>echis et amicitis äabun-tur cuni inernerit. und andrer aus gleichen! stolzen Tone.

Die gleichen schweren Bedingnisse wurden auch demvon petkuin für den Hof zu Versailles schriftlich über-geben. Beyde Kriegführende Theile gedachten überden Zustand, in welchem sich Frankreich befand, ganjübereinstimmend. Die Bundsgenossen wußten es, daßdieser vor wenigen Jahren noch so mächtige Staat nunvon allen Seiten an erfahrnen Feldherren, an Kriegöbe-dürsnisscn, an Einwohnern und Lebensmitteln äußersterschöpft sey; daß die Kroneinkünstc in äußerster Ver>wirrung, mit Schulden überseht und auf Jahre imvoraus verpfändet seyen. Sie machten den richtigenSchluß, Frankreich muß sich nunmehr alles, selbst dashärteste, sogar was schimpflich ist, nachgedrungen gefal-len lassen. Weigert sich der König noch dies Jahr, inalles einzuwilligen, so offenbaret sich in dem nächstfol-genden seine Ohnmacht noch weit handgreiflicher; dannwerden die jeho schon schweren Bedingnisse noch lästi-ger. — So dachte auch selbst mit dem Ansang desragten Jahrs der König, so dachten die geheimenKabinetSminlstcr; sie wagten cö sogar also zu reden,nachdem sie der königlichen Gesinnungen aus entfallenenReden und Seufzen sicher waren. So dachte eben-falls die Marguisinn von Maintenon, des Königs ver-trauteste Räthinn. Ludwig erkannte das vielfältigeElend, welches er durch diesen Krieg über alle Theileseines Königreichs gebracht. Schon hatte er dieJahre der Greise, das siebcnzigste über sich hinfließengesehen. Mit Gelinde besorgte er, entweder nicht mehrZeit zu haben, diesen unglücklichen Krieg zu endigenund mit Herzeleid in die Gruft versenkt zu werden, da

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