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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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96
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^6 Zwote Abhandlung.

sten von dem Kaiser und der Republik abhängig ma-chen. Es schmerzte Frankreich nicht wenig, daß es sichdurch den Unfall seiner Waffen außer Stand befand,die Anhänglichkeit dieser bei den Fürsten, nicht zwar ausseinem, sondern auö der Feinde Eigenthum zu belohnen.

Man machte an den Herren von Rouille' noch meh» ^rere Anfoderungen. „Wenn Neapel und Sicilien demKönig Philipp endlich noch überlassen würden, solltesolches nur mit dem Beding geschehen, daß diese Staa-ten bey Erlöschung dessen männlichen Nachkommen-schaft wiederum an Oesterreich fallen; daß dieser Prinz.allen und jeden Ansprüchen auf die spanische Monarchieund jede Theile derselben entsagen; daß dem Herzog vonLothringen für seine Rechte auf das Herzogthum Man- !tua, welches dem Kaiser verbleiben sollte, die Städte !Toul und Verdün mit ihren Gebieten als eine Entschä-digung eingeräumet werden sollten; daß auch England jchit allen übrigen protestantischen Fürsten begehren wür-de, daß die aus Frankreich qeflüchtetcn Hrigenoken dieFreyheit haben sollten wiederum in das Königreich undzu ihrem ehemaligen Eigenthum mit dem Genuß derGewissensfreyheit zurück zu kehren. — Beweist nichtdies letztere Begehren unwidersprechlich, daß Unersätt-lichkeit, zu seinem eigenen größten Schaden die Stacnten sowohl, als einzelne Menschen verblende!

Der Schluß dieser erstem Unterredungen zu Gtrey-derstas, oder Moerdyck, war: „wenn der Republikdie Willensmeimmg. des Königs über jeden dieser Arti-kel bekannt sey, würde man mir den Abgeordneten derKrone Britannien zusammen treten. Seyen im vor-aus diese beyden Mächte befriediget, wolle man aufMittel bedacht seon, die Genehmigung der übrigenBundsgenossen zu erhalten. Aber ohne Großbritan-nien werde sie sich niemals Z" einem Frieden, auch wennihr die allerwichtigsten Vortheile angetragen würden,verstehen."

Frank-