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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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Ueber die Unterhandlungen zu Utrecht.

verbleiben. — Doch dem Kurfürst mißfiel diese Unter-handlung. Frankreich hatte ihm Sicilien zugesagt Erberedete sich, seine persönliche Gegenwart in Paris könntees dahin bringen, daß Frankreich seine Zusage erfüllenmüßte. Aber vergeblich, Bolingbroke durfte und wolltenicht von Sicilien für das Haus Gavoyen abstehen.Und brachten es dazumal die Umstände der Krone Frank,reichs mit sich, des Kurfürsts wegen alle Unterhandlun-gen mit England aufzuheben? — Man weiß, daß allediese Unterhandlungen zernichtet worden, und daß derNastätter Friedensschluß dem Kurfürsten eine gänzlicheWiedereinsetzung in den ihm entzogenen Rang und Staa«ten verschaffet hat.

Aber fürSavoyen gelang es England vollkommen.Frankreich und Spanien mußten endlich, obgleich mitWiderwillen sich entschließen, Sicilien diesem Hauseabzutreten. AuS Besorgniß, die Einwohner dieser In-sel möchten, wenn sie diese über sie bestimmte Abände-rung und Trennung von NeapoliS erführen, einen Auf-stand anstiften und eigenmächtig sich an den Kaiser er-geben, verpflichteten sich beyde Kronen, daß dieser Um.

! stand bis aus den Friedensschluß selbst ein Geheimnißverbleiben sollte. Indessen sollte der König Philippzu eben der Zeit, wenn er in Gegenwart eines englischen Ge,sandten die feyerliche Verzicht auf Frankreich thun würde,demselben eine Urkunde zu Handen stellen, Kraft der er alleseine Rechte auf Sicilien an den Herzog abtrete, nurmit dem einzigen Beding, daß der Herzog zu keiner Zeitberechtiget seyn sollte, die Insel unter keinem Ver-wand einer andern Macht zu überlassen. Diese Urkundesollte dann bey Auswechslung des Friedensschlusses demHerzog übergeben werden.

Die Königinn von England wollte mit der Erlan-gung Siciliens ihrer überaus zärtlichen Freundschaftf»r. das Haus Savoycn noch kein Ziel sehen. Sie so-

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