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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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381
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Ueber die Unterhandlungen zu Utrecht. zgr

überdrüßiq waren und ihre Geldlieferungen nur nach-lässig abtrügen; daß der Prinz Eugen, ihr neuer Feld-herr , nicht immerdar das Kriegsglück auf seiner Seitehabe, oder nicht vollkommen für ihren Vortheil handle;daß ihre Nachtheile mit jedem Monat sich vergrößerten;daß die französischen Bevollmächtigten sich aller dieserUmstände bedienten, um ihnen Schwierigkeiten überSchwierigkeiten zu erwecken: — alle diese Gründe ver-mochten sie, einen Schritt zu thun, der ihnen die Freund-schaft Englands, welche beynahe gänzlich verscherzt wor-den, wiederum verschaffen konnte. Sie trugen ihrenGesandten zu Utrecht auf, bey den Bevollmächtigtender Königinn in ihrem Namen zu erkennen zu geben:daß die Staaten geneigt wären sich nach dem Willen derKöniginn zu bequemen: daß sie sich derselben gute Dien-ste gegen Frankreich ausbitten, besonders daß ihnenTournay und Conde', als ein Theil ihrer Grenzplätze,möchte gelassen werden, weil solches unumgänglich zuihrer Sicherheit diene; denn Lille sahen sie als schon un-wiederbringlich verscherzt an. Sie wünschten ferner,daß dem Kurfürst von Bayern nicht gestattet werde,Festungen in den Niederlanden zu besitzen, indem sol-ches für sie eben so nachtheilig wäre, als wenn diese Fe-stungen in der Gewalt des Königs verblieben; es seyevielmehr ihr Vorschlag, die Städte Nieuport, Namur,^yenblirg und Charleroy dem Kaiser zu übergeben. —Endlich wünschten sie noch, daß man Frankreich nicht^statte, die vier Arten von Waaren von dem Handels-vcrglejch auszunehmen. — Wollte es die Königinn aufsich nehmen, Frankreich hierzu zu bewegen, so seyen siebereu sich allen, übrigen zu unterwerfen.

Es offenbaret sich aus den schnellen Vollmachtsbe-sehlen, welche die Königinn dem Herren Prior nach^aris übermachen ließ, wie so sehr sie die Freundschaftber Republik und die Uebereinstimmung mit ihr geschähthabe? In Kraft derselben mußte er dem Herrn von

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