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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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412
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412 Sechste Abhandlung.

„Die Verbundenen wolle» sich mit aller Macht beyste«„hm, um die spanischen Niederlande, welche wie zuvor„der Republik zur Vormauer dienen sollen, ferner das„Herzogthum Mailand, die Königreiche Neapel und„Sicilien, die Inseln in dem mittelländischen Meere und„ die Plähe auf der toscanischen Küste zu erobern. —„Der Krieg seil mir gemeinsamen Rache gesühret, und„kein Friede geschlossen werden, ehe man die Genug«„thuung für den Kaiser, und die Sicherheit für Groß.„britannien und die vereinigten Niederlande erhalten„habe. — Man solle die Vereinigung Frankreichs„und Spaniens unter einem König, die Einnahme des„spanischen Indiens durch die Franzosen, und ihre„ Schiffahrt und Handlung dahin zu verhindern suchen. —„Bey dem Friedensschlüsse wolle man sich, wegen des„Handels der Engländer und Niederländer in den„spanischen Plätzen, die man einnehmen würde, wegen„der Vormauer derStaaren, und wegen der Religions.„Übung in den Oertern, die man zu erobern hofte,„vergleichen. — England und den Staaten wird„gestattet, zum Vortheil ihrer Schiffahrt und Handlung„die spanischen Länder und Festungen in Westindien„ einzunehmen und zu behalten. — Nach dem Frieden„sollen die Verbündeten zu Erhaltung desselben durch ein„Bündnis? vereiniget bleiben."

Wahr ist es, der Kaiser Leopold war anfänglich mitdiesem Bündniß nicht allerdings zufrieden. Er ver-langte, die Bundsgenossen sollten sich verbindlich machen,für sein Hauö die ganze spanische Monarchie zu erobern,und nicht eher, als bis dieses geschehen sey, an einenFrieden gedenken. Ein seltsames Begehren gegenBund?genossen, welche für geringe Vortheile an Volk,Geld, Schiffen und anderm weit mehrere aufopfern soll-ten, als diejenige Macht selbst, zu deren Vergrößerungder Krieg unternommen wurde. Aus den triftigstenGründen weigerten sich auch dieselben standhaft, sich zu

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