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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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416
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Sechste Abhandlung.

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von Bayern aber weder Sardinien, »och die gänzlicheWiedereinsetzung in das Kursürstenkhum, in die oberePfalz und seinen ehemaligen Rang — gefodert wordenseyn. Dann hatte Frankreich eö sich gefallen lassenmüssen, mit allen BundSgcnosscn einen allen gemeinsa-men Fricdenstractat zu schließen, an Statt daß es derunter denselben obwaltenden Mißverständnisse wegen zuseinem großen Vortheile mit jeder Macht einen eignenund absonderlichen Frieden errichtete. Ehre und Vor-theile würden alsdann, so wie e6 auch der Lauf derKriegsbegebenheiten erheischt hätte, auf Seiten derBundsgenossen geblieben seyn.

Welcher von den verbündeten Machten ist aber derFriedensschluß zu Utrecht Vortheilhaft gewesen? Siehetman hierbei) auf den Aufwand, den auch der glücklichstezwölf Jahre gedanrte Krieg an Menschen und Geldeunausweichlich nothwendig macht, so hat keine einzigeMacht einen solchen Ersah erhalten, der dem Auswandim mindesten gleich geschätzt werden könnte. Jndess'nsind doch die Vortheile, welche Großbritannien, die-jenige Macht, welche vollkommen die Hälfte der Kriegs-last getragen, erlangt hak, die wichtigsten. DieSchleifung von Dünkirchen, welches von dem Tagedes aller Staatsklugheit entgegen laufenden Verkaufsdieser Festung von dem König Karl II. an Frankreich,für England eine beständige Quelle von Besorgnisse»gewesen, brachte dieser Krone Sicherheit, und Frank-reich verlor Gelegenheit England zu trotzen. Dieseergiebet sich aber sogleich wiederum, wenn beyde Machtezerfallen.

iUinorka und Gibraltar schützen nicht nur die' Handelschaft Englands in die Morgenländer; dieberiden vortreflichen Seehäfen zu Port Mahon undGibraltar verschaffen den englischen Flotten in dem Mittel-ländischen Meere eine so wichtige Achtung, dergleichen

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