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Sechste Abhandlung.
genossen zu belohnen. — Auch Preußen, welche Machtan die Krone Spanien Anfoderung machte, erhielt Ge-nugthuung, aber nicht von demjenigen Prinz, welchemder allerbeträchtlichste Theil der spanischen Monarchieüberlassen wurde; sondern auf Unkosten desjenigen, wel-chem nur die von der Monarchie abgetrennte Staatenzufallen sollten.
Die Vortheile der vereinigten Niederlande stehenin einem sehr ungleichen Verhältniß gegen den in demKrieg gemachten Aufwand, und gegen die in dem Feldeerfochtenen Lorbern. Die Geschichte stellet wenige Bey-spiele von der Art auf, daß die Versaumniß, die gün-stigen Umstände und den wohlgelegnen, sich selbst zuErhaltung lind Befestigung seines Ansehens dargebotnenZeitpunkt klüglich zu nutzen, mit so vielfältigen Nach-theilen begleitet gewesen, als diesem Freystaat bey demutrechtischen Friedensschlüsse wiederfahrcn ist. Diealler Staatsklugheit entgegenlaufende Anhänglichkeit andie Parthey der Whigs, der äußerste Aberwille gegendie herrschend gewordenenTories und die neuen englischenStaatsbedienten, kam die Republik sehr theur zu stehen.Von England durch eigene Schuld schwach unterstützet,von Frankreich getrotzet, von den Verheißungen der kai-serlichen Minister geblendet, durch die Vorurtheile ihresersten Staatöbedienten beherrschet, durch den Pöbelwankelmüthig und furchtsam gemacht, — mußte sie sichtheils die Entreiffung, theils die Verminderung großer,wesentlicher Vortheile, der größten Sicherheit ihrcSStaats für die Zukunft, endlich gefallen lassen: es fürein Glück ansehen, daß ihr nicht mehrere entzogen wur-den, daß sie sich nicht gänzlich Gesetze mußte vorschrei-ben lassen.
Und was ist in unsern Tagen aus dem berufnen Bar-rieretractat worden! Dieser war beynahe die allerwicl?tigste Frucht, die einzige wesentliche Sicherbeit, welche
die