bis auf die Friedensschlüsse zu Utrecht u. Nastatt. 459
der Herzog von Burgund, nebst dem Marschall von 170zTallard anführte, belagerte und eroberte Alr-Bryfach.
Ein gleiches Schicksal hatte die Festung Landau. DerErbprinz Friedrich von Hessen wurde mit einem be-trächklichen Theil des Heers, so in den Niederlandenstund, der belagerten Festung zum Entsatz abgeschickt;bey Speyer verstärkte er sich durch pfälzische und andreVölker: allein dessen linker Flügel wurde bey Spelper-dach von Tcrllard überfallen, und bevor er von demrechten unterstützt werden konnte, zur Flucht gezwungen.
Ein gleiches unglückliches Schicksal betraf schnell auchden rechten Flügel. Dieser wurde von dem Siegerübermannet und geschlagen. Groß war der Verlustder Deutschen an gefallnem Volk, groß die Zahl derGefangenen, des Verlornen Geschützes und andrer Kriegs-zeichen. Die Folge der Niederlage war die Eroberungvon Landern. So stund mit dem Ende dieses Feld-zugs Frankreich mit einem zahlreichen Heer in dein Her-zen des Reichs; die Reichsarmee und die vorliegendenKreise befanden sich in der traurigsten Lage.
In Italien zeigten sich keine Austritte von Wich-tigkeit. Die kaiserlichen Völker waren zu schwach Ero-berungen zu machen. Auch die Franzosen waren wegendes Mißtrauens, das sie in den Herzog von Savoyensetzten, und weil alle Kräfte aufgeboten wurden, inDeutschland und in den Niederlanden die Oberhand zuerhalten, außer Stande die Kaiserlichen zu verdrängen.Jedoch bemächtigte sich der Marschall von Vendomeder Festung Bcrsello. Dadurch breitete er seineQuartiere über ganz Modena aus, konnte aber dochdie Vereinigung der kaiserlichen und savoysihen Kriegs-Völker nicht verhindern. Ein merkwürdiger und kübnerZug des kaiserlichen Feldherrn Gizido von Staren-berg führete diesen wichtigen Anschlag zum erwünsch-ten Ziele.
Große