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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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464 Geschichte des spanischen Thronfolgekricges

1704 Vorratshäusern erobert. Diese Niederlage nöthigteden Kurfürst und den von Marstn sich unter das Ge-schütz von Augsburg zu flüchten. Bayern stund nunden Siegern offen.

In dieser Noth nahm der Kurfürst die abgebroche-nen Friedenöunterhandlungen mit dem Herzog vonMarldorougt), der dazu von dem Kaiser bevollmäch-tiget war, neuerdings vor: allein er that dieses, so wieseine Väter ebenfalls, wenn sie in Nöthen gewesen, ge-than hakten, nur um Zeit zu gewinnen und die feindli-chen Unternehmungen aufzuhalten. Gegen wichtigeVortheile sollte der Kurfürst allen seinen Verbindungenmit Frankreich nicht nur so gleich entsagen, sondern sogar steh als Feind erklären, und den größten Theil seinerKriegsvvller nach Italien zur Verstärkung des kaiserli-chen Heers abgehen lassen. Wahrend dieser geheimen Un-terhandlungen hatte Tallard Gelegenheit gefunden überden Rhein zu gehen. So bald der Kurfürst von diesemwichtigen Umstand Nachricht erhalten hatte, weigerte ersich den schon zu Papier und ins Reine gebrachten Ver-gleich zu unterzeichnen. Diese Aeffung erbitterte denHerzog und des Kursürsts unschuldige Unterthanen muß.teu die Erbitterung mit Plündern und Sengen entgelten.Der Kurfürst rathete sich dadurch, daß er seinen, Heerbefahl, den gefangnen Engländern und Holländern keinQuartier zu geben. So wurde einige'Wochen durchmit Wuth lind Unmenfchlichkeit gekrieget. Der PrinzEugen verließ mit seinen Völkern den Rhein, und la-gerte sich ben Donauvoerd, um sich mir dem Heer derBundsgenossen zu vereinbaren.

Bende groüe Feldbcrrn, deren Seelen zum genaue-sten Verständniß mir einander gebildet waren, solltennun zum ersten Male ein gemeinsames glückliches Com-manvo führen. Der Markgraf von Baden konntemit diesen beyden nicht einstimmig handeln; zu alt an