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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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468 Geschichte des spanischen Thronfosgrkrieges

,704 Vendome in Piemont. Nur durch schwere und Volk-verstt)lingende Belagerungen konnte er sich der FestungenVercelli, Ivrea, Sustr, Aossa, Verva —bemächtigen. Gegen das Ende deö Feldzugs rücktendie kaiserlichen in das Gebiet von Ferrara, undBrescia. Hier konnten sie sich zwar erhalten, aberdie Ausuhr wurde ihnen von den Feinden sehrerschweret.

In Spanien selbst wurde in diesem Jahre auch derKriegsschauplatz erösnet. Der König I^arl war mitenglischen und niederländischen Kriegsvölkern zu Lissabongelandet; er machte sein Recht an den Besitz vonSpanien durch eine öffentliche Erklärung bekannt:diese machte aber keinen oder nur höchst schwachen Ein-druck aus die Gesinnungen der Einwohner. Der K önigPhilipp kündigte sogar dem König Peter von Portugalden Krieg an, aus Ursach „daß er sein und Ludwigs„XI V. Bündniß verlassen, sich zu den Feinden geschla-„gen, und Karl von Oesterreich in seine Staaten auf«„genommen habe." Ungeachtet der portugiesischenGegenkricgSerklärung, stunden doch die mehrerenStaatö» und Kriegöbeamte im geheimen französischenSolde, und ihre Neigungen hiengen an dieser Macht.Sie arbeiteten in Geheim für die Vortheile derselbenund hinderten, so viel sie vermochten, den Fortgangder Bundsgenossen: dann wurden auch von denselbenund der Mönchschafc die englischen und holländischenKriegSvölker, als Ketzer und Verderbet des reinenGlaubens fürchterlich geschildert, und dadurch die aber-gläubische Nation mit Abscheu gegen dieselben erfüllt.Auö diesen Gründen und wegen der höchsten Uierfahren-heit der Portugie'en in K riegssachen, wegen ä»ß rstenMangels an Kriegsbeoürtnissen und schimpflichenVersalls ihrer Festungen wollte es selten gelingen.Der Feldzug wui de erst in dem Sommer eröfnet; beyder zunehmenden Hitze aber, und noch mehr weil das