486 Geschichte des spanischen Thronfolgekrieges
>727 Macht zwingen seine Kräfte zu zertheilen und seine ei-genthümliche Lande zu vertheidigen. Viele Schsttlän-der waren über die im vorigen Jahre geschlossene oder er-zwungene Vereinbarung Schottlands mit England miß-vergnügt. Diesen Umstand nutzte der französische Hof.Von Dünkirchen auS-sollte eine Escadre von acht Kriegs-schiffen , bey denen sich der Pretendent befand, ein? Lan-dung in Schottland versuchen. Glücklich entgieng die-selbe dem sie beobachtenden Admiral Ding, und langtein dem Meerbusen vor Edinburg an. Die Engländer tha-ten eben dasjenige, was die Franzosen unternommen hat-ten, um die Belagerung von Toulon zu zernichten. DieLebensmittel wurden weggenommen, und das Landvolkunter die Waffen gebrgcht. Den französischen Schiffen wares auch nur nicht möglich ihre Völker an das Land zu se-tzen. Der Pretendent sahe das Ufer von Schottland, alleines mißlung ihm, aufdasselbe seinen Fuß zu setzen. Abernoch einmal entwischte glücklich die französische Escadreder sie verfolgenden englischen, nur ein Kriegsschiff von60 Kanonen fiel dem Admiral Bing in die Hände. Alle, auf diese Landung gewagte Unkosten waren vergeblichaufgewandt.
Weit glücklicher und ruhmvoller waren die Unterneh-mungen Frantreicbs in Spanien. Schon in dem Aprillitt das vereinigte Heer durch den Marschall von Ber-rvick bey Almanza eine schwere Niederlage. Neben demVerlust an Todten wurde ein wichtiger Theil der englischenund niederländischen Fußvölker gefangen. Die Folge derentscheidenden Niederlage war der Verlust von dem größ-ten Theile des Königreichs Arragonien und Valenzia,und der Insel Minorca, neben einem Theil von Catalo-nien; so daß die Herrschaft des Königs Aarl in Spa-nien in sehr enge Grenzen gesetzt wurde. Das siegendeHeer drang so gar in Portugal ein, und machte in dem-selben schnelle Eroberungen.
Diese