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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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tis auf die Friedensschlüsse zu Utrecht u. Rastatk. 489

größten und reichsten Stadt in dem französischen Flandern, 1708die zugleich eine der stärksten Festungen in Europa war,vorzunehmen. Diese Festung lag dem Könige Ludwigausnehmend am Herzen, weil sie ehedem von seinenVölkern unter seinen Augen war erobert worden. DieBesatzung in der Stadt und in der Citadelle wurde bisauf : 2 002. Mann verstärkt. Der M. von Bouflerswar oberster Befehlshaber darin; Eugen führte dieBelagerung und Marlborough bedeckte dieselbe. Vondem französischen Heere wurde Vendome abgerufen,weil des Königs Enkel gegen ihn klagte. Der M. vonBerrvick erhielt seinen Platz. Sein Heer wurde auf100000. Mann verstärkt. Verschiedene Bewegungenwurden von ihm unternommen, um die belagerte Festungzu entsetzen: immer aber fand er seinen Gegner wach.sam, und das Lager so verschanzet, daß er ohne gewal.eigen Verlust keinen Angrif wagen durste. Währendder Belagerung fiel zwischen den beyderfeikigcn Partheyendas Gefecht bey wynnendal vor, bey welchem dieFranzosen den Verbündeten die Zufuhr abzuschneidensuchten, aber selbst großen Verlust hierbei) litten. ESwar also für Ryßel keine Rettung mehr. Die Stadtmußte sich den 2 ;ten des Weinmonats und das Schlossnach einem sehr hartnäckigen Widerstand den 8ten desChristmonatS durch Vergleich ergeben. — In dieserZeit versuchte es der Kurfürst von Bayern, Brüsselzu erobern, fand es aber besser, eilend die Belagerungaufzuheben, als ein Theil des vereinigten Heers zumEntsatz heraunahete. Diesem letztem gelang es am Endedes Jahrs, Gmr zu erobern. Brügge und Plaßendalwurden von den Franzosen verlassen.

An dem Oberrhein fiel das ganze Jahr keine Unter,nehmung von Wichtigkeit vor, denn der Anschlag,welche,, der M. von Villars gemacht, Freyburg imBriSgau durch Verrätherey wegzunehmen, wurde nochzu rechter Zeit entdeckt, und zernichtet. Beyde Kriegs«

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