rraglichen Obstwachs. Der Weinbau blühte hier schon in der erste«Hälfte des zwölften Jahrhunderts. Die Coll. der Kirche gehört.derStift zum großen Münster ; dermalen ist Pfarrer daselbst: Herr Heimrich Schiuz.
Zumikon . Ein Pfarrdorf, eine Stunde bergwarts vom rechtenUfer des Zürichsees, im Oberamt Meilen. Die Coll. gehört der Stiftzum großen Münster ; dermalen ist Pfarrer daselbst: Herr Casp. Hafner.
Zürich. Der erste Kanton der Eidgenossenschaft . Ostwärtsgrenzt er an den Kanton Thurgau, westwärts an die Kantone Luzern und Aargau , südwärts an die Kantone Schwyß und Zug, nordwärtsan die Kantone Thurgau und Schaffhausen . Von dem Thurgau bisan die Reuß erstreckt er sich auf zwölf Stunden, von dem Rheine beySchaffhausen bis an die Grenzen von Zug und Schwyh auf fünfzehnStunden. Der Mittelpunkt der Regierung ist die Stadt Zürich . Dieseliegt, nach den neuesten Beobachtungen, unter dem 26°' 16' 15" öst-licher Länge von Ferro , und 46° 22 ' lo " nördlicher ite, am Aus-stuß des Zürichsee in einem schönen fruchtbaren Thal, ,1279' "ber'sMeer. Sie wird durch die Limmat in zween ungleiche Theile getheilt.Die größere Hälfte, auf der Ostfeite der Limmat , liegt am Fuß desZüricher - oder Sufenbergs, und erhöhet sich vom Ufer bis an dieFortifikationswerke. Die westliche kleinere Hälfte hat ebenfalls anstei-gende Straßen durch die Hügel der Peterskirche und des Hofes, nurdie Vorstadt Thalacker liegt wagerccht. Zwey Brücken, von de-nen aber nur eine fahrbar ist, verbinden die beyden Theile mit einan-der. Die Anzahl der Häuser belauft sich gegen 1200, und die derEinwohner gegen 10,600. Die älteste Geschichte der Stadt verliertsich ins graue Alterthum. Soviel ist gewiß, daß zur Zeit der Römerhier ein Ort stand, Thuricum genannt, wie dieses aus einer Stein-schrift erhellt, welche man im I. 1747 auf dem Lindenhofe hervorgrub,und die auf der Stadtöibliorhek aufbewahrt wird. Auch grub man inden Jahren 1766 und 1787 auf dem Münsterhofe und am Eingängedes Spitals Gräber mit Gefäffen voll Münzen, von Vespasian aus.Unter der Regierung dieses Kaisers, war Thur -icuin eine Zollstadt.Im fünften Jahrhundert zerstörten sie die Allemannen, sie ward aberwieder aufgebaut, und gehörte »inter der fränkischen Herrschaft zumHerzvgthum Allemannien, und besonders zum Pagus Turigavi oderPliurgoviae. Mit Anfang des siebenten Jahrhunderts ward in dieserGegend das Christenthum eingeführt, und durch die Gründung desChvrherrenstjfts und der Frauenabtey wurden Anbau und Bevölkerungwieder befördert. Jenes stiftete im I. 690 Rupert, ein allemamrischer
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